03.04.2014, 15.55 Uhr

Saharasand-Wolke 2014: Blutregen im Süden Deutschlands: Gesundheit gefährdet?

Von news.de-Volontärin Ines Fedder

Das könnte am Wochenende auf uns zukommen: Feiner Wüstenstaub auf deutschen Autos.

Das könnte am Wochenende auf uns zukommen: Feiner Wüstenstaub auf deutschen Autos. Bild: Sven Hoppe/dpa

Eigentlich sollte das hohen Temperaturen von bis zu 26 Grad bringen jedoch einen unangenehmen Beigeschmack mit: Staubpartikel und eine schlechte Sicht. Ein solches Phänomen kennt man eigentlich nur aus dem smogverseuchtem China. Doch auch in Deutschland verhindern feine Sandstaubpartikel die Sicht auf den freien Himmel und das genüssliche Bad in der Sonne.

UPDATE: Saharastaub geht in Spanien als Schlammregen nieder

Ein Schlammregen hat am Donnerstag den Nordosten Spaniens mit einer Schmutzschicht überzogen. Wie das Wetteramt mitteilte, hatte sich eine riesige Sandwolke aus der Sahara mit Regenwolken vermischt. Von dem Schlammregen waren vor allem die Region Katalonien und die Mittelmeer-Insel Mallorca betroffen.

Nach Schätzungen des Wetteramts gingen auf Katalonien mit dem Regen etwa 50.000 Tonnen Sahara-Staub nieder. In der Gegend von Barcelona dürften pro Quadratmeter etwa zwei bis vier Gramm Sand auf die Erde gefallen sein, teilte die Behörde der Online-Zeitung «lavanguardia.com» mit.

Wetter-Konstellation: Marokkanischer Sandsturm wegen Hoch «Linus» und Tief «Karola»

Der Grund: Saharastaub zieht zusammen mit der warmen Luft aus Nordafrika über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Dies ist soweit nichts Ungewöhnliches. Circa einmal im Monat gelangen Mineralfeinstaubpartikel über den afrikanischen Kontinent nach Europa.

«Normalerweise seien die feinen Staubpartikel nicht einmal mit dem bloßen Auge zu erkennen», so Frank Wagner vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Der Unterschied liegt jedoch in der ungewöhnlich hohen Staubdichte, dem wir dem marokkanischen Sandsturm zu verdanken haben. Das Zusammenspiel von Hoch «Linus» über Ostgrönland und dem Tief «Karola» westlich der Biskaya sorgt dafür, dass der Staub sich sammelt und von der Sahara übers Meer getragen wird.

München, Bayern, Baden-Württemberg: Roter Regen aus Saharastaub fällt vom Himmel

Die volle Auswirkung des Staubes wird allerdings erst bei Regenfall sichtbar. Durch ihn wäscht sich die Atmosphäre rein und es kommt zu «rotem Regen», auch «Blutregen» genannt. Genau damit können wir in den nächsten Tagen rechnen, denn gerade im Süden Deutschlands sind starke Regenfällen vorhergesagt.

Auswirkungen des Saharastaubs auf Gesundheit, Wüstensand auf Autos

Auch bei trockenem Wetter macht sich der Saharastaub bemerkbar: Ein rot-brauner Blick auf die Sonne, staubige Autos und dreckige Fensterscheiben können die Folge sein. Zudem sind gesundheitliche Beeinträchtigungen zu fürchten.

Normalerweise haben die Staubpartikel in der Luft keine unmittelbaren Auswirkungen auf unseren Körper. Experten warnen dennoch vor einem erhöhtem Gesundheitsrisiko! Bei Allergikern und Asthmatikern kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen - die hohen Temperaturen, der heiße Sahara-Wind. Das alles wirkt sich negativ auf unserem Körper aus, lässt unter anderem die Pollenkonzentration steigen und erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Tipps gegen die Hitze
Bleiben Sie cool
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