03.02.2014, 10.04 Uhr

Viral und tödlich: Die Biernominierung: Digitales Trinkspiel fordert erste Todesopfer

Von news.de-Redakteurin Franziska Obst

Dumm, dümmer, Facebook? Langsam, aber sicher muss man sich diese Frage ernsthaft stellen. Denn so mancher Internet-Trend, der sich über das blaue Netzwerk verbreitet, kann tödlich enden. Wir übertreiben? Mitnichten! Erinnern wir uns doch nur einmal an den Netz-Trend aus Down Under, genannt Planking. Junge Menschen legten sich stocksteif auf einen Pfeiler, ein Auto oder mitunter sogar einen Basketball-Korb, ließen ein Foto knipsen und sendeten dies ins World Wide Web. Doch für Aufsehen sorgte damals der Fall des jungen Acton B. Im angetrunkenen Zustand wollte er auf einer Balkonbrüstung planken - stürzte dabei sieben Stockwerke in die Tiefe.

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Gefährlicher Netz-Trend «Bier-Nominierung»

Ähnlich dramatisch könnte es nun bei der «Biernominierung» zugehen. Doch von vorn: Auch dieser Internet-Trend stammt aus Australien. Hier wurde er unter dem Begriff «Neknominate» bekannt. Denn wie es scheint, hegen die Jugendlichen aus dem Land der Kängurus und Koalas nicht nur eine Schwäche für steife Körperhaltungen, sondern auch für einen exzessiven Bierkonsum.

Beim «Neknominate» handelt es sich um ein digitales Trinkspiel, dass es in sich hat. In Extrem-Situationen soll ein Bier auf ex ausgetrunken werden, wobei der Trinkende natürlich bei seinem zumeist waghalsigen Stunt gefilmt wird. Schließlich braucht man einen Beweis für Facebook. Im Anschluss wird dieser kurze Clip auf dem eigenen Profil hochgeladen und es werden drei Freunde verlinkt, die es einem innerhalb von 24 Stunden gleichtun sollen. Eine Herausforderung sozusagen. Wer dieser nicht nachkommt, der - ja was eigentlich? Der muss wohl mit der Schmach leben.

Bayerische Jugend bereits im Nominierungsfieber

Seit wenigen Tagen verbreitet sich dieses Phänomen nun auch auf deutschen Profilen. Vor allem die bayerische Jugend scheint von der virtuellen Sauferei bereits mehr als angetan zu sein. So berichteten bereits mehrere Nachrichtenportale der Region, wie beispielsweise die «Passauer Neue Presse» oder «rosenheim24.de» vom wahnwitzigen Netz-Trend.

Je extremer, desto besser. Die Trinker erfinden sich für die «Biernominierung» neu.

Je extremer, desto besser. Die Trinker erfinden sich für die «Biernominierung» neu. Bild: news.de-Fotomontage/ YouTube-Screenshots

Doch zurück zur Risiko-Frage: Ein Bier öffentlich auf ex zu trinken, klingt, zugegeben, nicht besonders gefährlich. Allerdings kann es dies werden, wenn sich die Trinker auf Gedeih und Verderb bemühen, den Alkohol in einer besonders gewagten Pose oder Situation zu konsumieren. Sie würden sich wundern, auf welche Ideen die Jugendlichen bereits gekommen sind. Ein Bier kopfüber aus der Toilettenschüssel, auf dem Surfbrett oder auf dem Skateboard mit Bierbong sind nur drei der zahlreichen Beispiele, die der Mitmach-Trend bereits hervorgebracht hat.

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