10.06.2012, 08.00 Uhr

Kannibalen-Droge: Auf «Wolke Sieben» zum Menschenfresser werden

«Alles Kannibalen», heißt eine Ausstellung in Berlin. Adriana Varejao aus Brasilien steuerte das Werk «Helden» bei.

«Alles Kannibalen», heißt eine Ausstellung in Berlin. Adriana Varejao aus Brasilien steuerte das Werk «Helden» bei. Bild: dapd

Wer will nicht auf Wolke Sieben? Doch weil niemand den direkten Weg dahin kennt, helfen viele mit Drogen nach. Eine Designerdroge in den USA heißt sogar tatsächlich «Cloud Nine» (im englischen Sprachraum muss man zum absoluten Glück noch zwei Wolken höher). Sie soll allerdings verheerende Nebenwirkungen haben: Wie die Rheinische Post berichtet, warnt die Polizei von Miami jetzt dringlich vor dem himmlichen Rauschmittel.

Die Konsumenten der sogenannten Zombie-Droge neigen demnach zu tierischen Verhaltensweisen - und dazu gehört auch, andere Menschen anzufallen und in sie reinzubeißen. In Miami häufen sich die Fälle in der letzten Zeit. Kürzlich betrat ein 21-jähriger Obdachloser ein Restaurant und schrie Obszönitäten. Die herbeigerufenen Polizisten knurrte er an und biss schließlich einen der Beamten in die Hand.

Auch der nackte Mann, der sich Ende Mai in einen Obdachlosen verbiss und von der Polizei erschossen wurde, hatte möglicherweise Cloud Nine konsumiert. Zunächst hieß es, er habe unter Kokain-Einfluss gestanden.

Cloud Nine gehört zu den sogenannten Badesalzen - einem neuen Trend folgend eine Mischung aus Haushaltsprodukten. Sie führt zu Halluzinationen, Angstzuständen und Gewalt.

iwi/zij/news.de
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