07.11.2018, 08.40 Uhr

Konzert: Nach langem Hin und Her: Feine Sahne Fischfilet spielten in Dessau

Jan

Jan "Monchi" Gorkow von Feine Sahne Fischfilet bei einer Pressekonferenz Bild: Imago/Future Image/spot on news

Nach einigen Kontroversen, zwischenzeitlicher Absage und vielen Diskussionen hat die Rostocker Punkband Feine Sahne Fischfilet ("Wut im Bauch Trauer im Herzen") am Dienstagabend endlich ihr vielbeachtetes Konzert in Dessau ohne größere Zwischenfälle gespielt. Vor rund 600 Fans performte die streitbare Gruppe jedoch nicht wie ursprünglich geplant im Bauhaus Dessau, sondern im Kesselhaus einer alten Brauerei.

Hier gibt es das aktuelle Album "Sturm & Dreck" von Feine Sahne Fischfilet

Unter die Gäste mischten sich neben den herkömmlichen Besuchern auch zwei Spitzenpolitiker. Zum einen wurde laut Informationen der "Frankfurter Allgemeinen" Ex-Umweltminister Jürgen Trittin (64, Bündnis 90/Die Grünen) gesichtet, aber auch die amtierende Umweltministerin aus Sachsen-Anhalt, Claudia Dalbert (64, Bündnis 90/Die Grünen), ließ sich das Konzert nicht entgehen. Ursprünglich lud das ZDF die Band um Frontmann Jan "Monchi" Gorkow (31) zu dem geplanten Stelldichein in Dessau ein und wollte den Auftritt im Bauhaus vor nur 120 Gästen als Mitschnitt senden.

Allerdings hatte die Stiftung Bauhaus das Konzert der Band überraschend abgesagt, mit der Begründung, ihr Konzertsaal solle nicht "Austragungsort politischer Agitation und Aggression werden". Zuvor wurde von rechten Gruppierungen Stimmung gegen den geplanten Auftritt der Band gemacht, man befürchtete massive Demonstrationen. Feine Sahne Fischfilet verorten sich klar im politisch linken Spektrum und wurden 2011 im Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern erwähnt. Die Gruppe muss sich seitdem immer wieder mit massiver Kritik auseinandersetzen.

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Themen: Dessau, Konzert
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