13.04.2018, 09.16 Uhr

Ruth Moschner: Nach Echo-Skandal: Promis stellen sich gegen Kollegah und Farid Bang

Farid Bang (l.) und Kollegah bei der Echo-Verleihung

Farid Bang (l.) und Kollegah bei der Echo-Verleihung Bild: imago/APress/spot on news

Es war ein Echo der Schande: Kollegah (33) und Farid Band (31) holten sich trotz einer antisemitischen Textzeile den Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National und zogen bereits während der gestrigen Live-Show des größten deutschen Musikpreises den Groll des Publikums auf sich. Nachdem der Toten-Hosen-Sänger Campino (55) in seiner Dankesrede bereits seinen Unmut über die beiden Rapper kundtat ("Für mich ist eine Grenze überschritten"), wurden Kollegah und Farid Bang mit Buh-Rufen und Pfiffen vom Publikum überhäuft.

Auch im Netz regte sich bei einigen Stars Unbehagen über den Auftritt der beiden, die keinerlei Anzeichen von Reue zeigten, geschweige denn sich entschuldigten. Am deutlichsten brachte dies wohl der Moderator Thore Schölermann (33) auf seinem Instagram-Account zum Ausdruck. Er postete ein Bild seines Stinkefingers vor einem Echo-Plakat. Für ihn seien alle Ehrungen keine Ehre mehr, sondern einfach nur peinlich, weil die beiden Rapper ausgezeichnet wurden.

Oliver Polak findet deutliche Worte

Der Comedian Oliver Polak (41, "Der jüdische Patient"), dessen Vater als deutscher Jude den Holocaust überlebte, fand auf Facebook ebenfalls deutliche Worte. Dass der Echo die beiden Künstler am Holocaust-Gedenktag auftreten lasse, sei an Zynismus und Rohheit nicht zu übertreffen. Es sei eine makabre Doppelmoral, sich von den Inhalten zu distanzieren und diese gleichzeitig zur Primetime ausstrahlen zu wollen. Er hoffe auf Widerstand. Sein Kollege Micky Beisenherz (40), mit dem er zusammen seit 2015 in der WDR-Sendung "Das Lachen der Anderen" zu sehen ist, gefiel dieser Beitrag im Übrigen.

In einem kurzen "Bild"-Interview äußerte sich auch die Moderatorin Ruth Moschner (42), für die Kollegah und Farid Bang nichts mit Kunst zu tun haben: "Das ist für mich Blödheit." Musik-Produzent Alex Christensen (51, "Das Boot") ging sogar noch weiter: "Ich bin aufgestanden. Es ist ein ungutes Gefühl. Es ist uns allen ein bisschen peinlich." Wenn man über Opfer rappe, die sich nicht wehren könnten, sei für ihn eine Grenze überschritten: "Dann brauch' ich mich mit der Musik auch nicht mehr auseinandersetzen."

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