11.02.2018, 13.09 Uhr

Tag des Notrufs: SOS: Mit diesen 5 Tipps sind Sie für jeden Notfall gewappnet

Autor Falk Stirkat teilt sein medizinisches Wissen gerne mit ambitionierten Ersthelfern

Autor Falk Stirkat teilt sein medizinisches Wissen gerne mit ambitionierten Ersthelfern Bild: Emotion in Frames Photographie/spot on news

Er ist ein erfahrener Notfallmediziner und gewiefter Autor: Falk Stirkat (*1984) weiß genau, worauf es im Fall der Fälle ankommt. In seinem neuesten Buch "Was uns umbringt: 25 Notfälle und wie sie darauf reagieren können" schildert der Schriftsteller, pünktlich zum Europäischen Tag des Notrufs, heikle Notsituationen und gibt Tipps für das richtige Verhalten eines Ersthelfers. Welche fünf Schritte an einem Unfallort unbedingt eingehalten werden sollten, hat Stirkat der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

1. Bleiben Sie ruhig und atmen Sie durch!

Dies ist die goldene Regel der Ersten Hilfe. Zwar ist es in Notfallsituationen menschlich, den Puls etwas höher schlagen zu spüren, dennoch sollten Hilfeleistende nicht in Panik geraten. Grundsätzlich gilt: durchatmen! Ersthelfer können nichts falsch machen, es sei denn, sie helfen nicht.

2. Bringen Sie sich niemals selbst in Gefahr!

Die lobenswerte Hilfsbereitschaft sollte niemals mit der eigenen Gesundheit oder gar dem Leben bezahlt werden. Kritische Probleme sind daher stets den Profis zu überlassen. Besonders vorsichtig sollten Ersthelfer bei Stromunfällen sein. Hier dürfen Verletzte keinesfalls berührt werden, sollte die Stromquelle noch in Verbindung mit dem Patienten stehen. Auch Vergiftungen erfordern höchste Alarmbereitschaft. Wird ein Betroffener bewusstlos in einem Zimmer vorgefunden, kann eine Kohlenmonoxid-Vergiftung die Ursache sein - sofort lüften!

3. Versuchen Sie, andere dazu zu ermutigen, Sie bei der Hilfeleistung zu unterstützen!

Erste Hilfe kann dem Helfenden vor Ort so einiges abverlangen: Patientenversorgung, Angehörigenbetreuung, Notruf absetzen. Niemand sollte dies alleine bewerkstelligen müssen. Oft befinden sich weitere Menschen am Notfallort, die zur Mithilfe aufgefordert werden können. Vier Hände können mehr als zwei! Außerdem sollte daran gedacht werden, einen Einweiser an einer gut sichtbaren Stelle zu positionieren, um dem Rettungsdienst die Notfallstelle deutlich sichtbar zu machen.

4. Beurteilen Sie den Patienten!

Keine Panik, von einem Ersthelfer wird keine spezifische Diagnose verlangt. Bei der Beurteilung des Notfallpatienten muss lediglich zwischen drei Situationen unterschieden werden: Der Betroffene ist wach und ansprechbar, der Patient ist nicht mehr bei Bewusstsein, atmet aber noch oder der Patient atmet nicht und ist bewusstlos.

5. Wählen Sie so schnell wie möglich den Notruf!

Einem Notfallpatienten ist häufig am besten geholfen, indem so schnell wie möglich ein Notruf (112) abgesetzt wird. Hierbei gilt es, ruhig und kompetent dem Disponenten am anderen Ende der Leitung die fünf lebensrettenden W-Informationen mitzuteilten: Wo ist der Notfall passiert? Was ist geschehen? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Verletzungen liegen vor? Warten auf mögliche Rückfragen.

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