24.08.2016, 11.41 Uhr

Stiftung Warentest 2016 testet Streaming-Dienste: Großer Musik-Streaming-Vergleich - Das ist der überraschende Testsieger!

Musik-Streaming-Anbieter Spotify konnte die Tester von Stiftung Warentest nicht in allen Punkten überzeugen.

Musik-Streaming-Anbieter Spotify konnte die Tester von Stiftung Warentest nicht in allen Punkten überzeugen. Bild: dpa

Die Stiftung Warentest hat Musik-Streaming-Dienste genauer unter die Lupe genommen. Anbieter wie Spotify, Juke, Apple Music oder Deezer ersetzen zunehmend CD- und Platten-Regale. Mit ihnen können Nutzer ihre Lieblingsmusik bequem auf dem Smartphone hören und jede Menge Platz in der Wohnung sparen.

Stiftung Warentest 2016: Musik-Streaming-Dienste im Vergleich

Aber längst nicht alle können bei Qualität und Kosten punkten. Die Tester haben insgesamt elf Streaming-Anbieter auf Herz und Nieren geprüft. Zu den Kriterien zählten neben den Repertoires auch die Hörqualität, die Tarifvielfalt und Kosten sowie die Bedienung. Während alle Musik-Streaming-Dienste in der Klangqualität überzeugen konnten, gibt es bei den anderen Punkten jedoch große Unterschiede.

Mit in die Bewertung geflossen sind beispielsweise auch die AGB. Und hier gibt es vor allem Kritik für Apple Music, Spotify und Amazon Prime, deren Allgemeine Geschäftsbedingungen deutliche Mängel aufweisen und beispielsweise unverständlich formuliert sind. In den AGBs von Marktführer Spotify sind allerdings auch einige Klauseln enthalten, die vor keinem deutschen Gericht gültig sind.

Spotify, Juke, Apple Music, Deezer und Co. im Test - Der Testsieger überrascht

Google Play wiederum speichert zahlreiche personenbezogene Daten. Der Streaming-Anbieter kann allerdings beim Repertoire punkten genauso wie fast alle anderen Dienste, sei es Juke, Spotify, Apple, Deezer oder Aldi Life. Einzige Ausnahme ist Amazon Prime Music: Hier fällt die Musikauswahl im Vergleich doch deutlich kleiner aus, wie das "Abendblatt" berichtet.

Als klarer Testsieger geht Juke hervor, der als einziger Anbieter von den Testern eine Einser-Note erhalten hat. Das liegt nicht nur an dem über 30 Millionen Titel umfassenden Repertoire. Ausschlaggebend war allerdings, dass Juke nur wenige Mängel bei AGB und Datenschutzerklärung aufweisen konnte. Mit Abo-Kosten von 9,99 Euro unterscheidet er sich jedoch kaum von anderen Anbietern. Nur Amazon Prime Music (49 Euro im Jahr) und Aldi Life Music (7,99 Euro) sind noch günstiger.

Die Platzierungen der Musik-Streaming-Anbieter bei der Stiftung Warentest im Überblick:

  • Platz 1: Juke (Note 1,8)
  • Platz 2: Deezer (Note 2,1)
  • Platz 3: Tidal (Note 2,1)
  • Platz 4: Aldi life (Note 2,5)
  • Platz 5: Apple Music (Note 2,5)
  • Platz 6: Napster (Note 2,5)
  • Platz 7: Spotify (Note 2,6)
  • Platz 8: Google Play (Note 2,7)
  • Platz 9: Microsoft Groove (Note 3,1)
  • Platz 10: Qobuz Music (Note 3,6)
  • Platz 11: Amazon Prime (Note 3,8)
Aldi Life

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kad/sam/news.de
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