04.11.2015, 16.15 Uhr

"Need for Speed" im Test: Willkommen in Ventura Bay

Morgen erscheint das neue

Morgen erscheint das neue "Need for Speed". Wie gut das Spiel wirklich ist, sagt Ihnen unser Test. Bild: EA Presseservice

Von news.de-Volontär Eric Mittmann

Neustarts und Remakes sind in den vergangenen Jahren nicht nur innerhalb der Film- und Fernsehindustrie, sondern auch im Bereich Videogames ein beliebtes Mittel geworden, um alte Perlen noch einmal in neuem Glanz zu präsentieren. Inwiefern dabei die finanzielle Seite eine Rolle spielt, sei an dieser Stelle erst einmal nicht von Bedeutung.

Fest steht, dass mit "Hitman", "Tomb Raider" und "Doom" nicht nur einige der meistgepriesenen Spiele der letzten Zeit veröffentlicht wurden, auch zukünftig wird uns wohl noch das ein oder andere interessante Reboot erwarten.

EA mit Reboot: "Need for Speed" 2015

Mit "Need for Speed" springt nun auch US-Riese EA Games auf die Remake-Schiene auf. An den Zutaten der seit 1994 produzierten Spielreihe hat sich dabei nicht viel verändert: Der Spieler nimmt an verschiedenen Straßenrennen teil, schaltet immer bessere Rennwagen frei und kann diese nach seinen eigenen Vorstellungen modellieren und anpassen.

Das Zentrum des Spiels ist die fiktive, frei befahrbare Stadt Ventura Bay, die mit ihren Highways und Seitenstraßen, Vorstadtgegenden, Industriegebieten und einer beeindruckenden Skyline an zahlreiche Metropolen der USA erinnert. Die Spielgrafik muss dabei als einer der größten Plus-Punkte genannt werden. Hier stimmt einfach alles: von den Details der einzelnen Fahrzeuge über die Lichteffekte innerhalb der nächtlichen Großstadt bis hin zu den regennassen Straßen.

So malerisch zeigt sich die Spielwelt von

So malerisch zeigt sich die Spielwelt von "Need for Speed". Bild: EA Presseservice

Handlung und Synchronisation: "Was auch immer in deinem Inneren vorgeht..."

Dieser Vorteil kommt vor allem in den filmreif und teilweise furios inszenierten Zwischensequenzen zutage, offenbart dabei jedoch auch eines der wohl nervigsten Mankos des Spiels. Denn während die Idee, reale Schauspieler zu nutzen, anfangs noch interessant wirkt, ist es damit spätestens mit dem ersten wirklichen Dialog vorbei. Die deutsche Synchonisation wirkt hier einfach nur schlecht umgesetzt und lässt teilweise sogar schon Erinnerungen an die Werbespots amerikanischer Reinigungsmittel wach werden.

Die klischeebeladenen Dialoge und die maue Story erledigen dabei ihr übriges. Zwar wirken die Anleihen an die Filme der "The Fast and the Furios"-Reihe zu Beginn noch sympathisch und man freut sich über jeden Fistbump, den die befreundeten Fahrer einem verpassen. Sobald besagte Kollegen einem dann allerdings zum gefühlt zehnten Mal innerhalb einer Minute mit der Ansage daher kommen, ein neues "Projekt" starten zu müssen und gleich darauf auch noch tiefgründe Monologe à la "Was auch immer in deinem Inneren vorgeht, es ist Zeit, es da draußen zu zeigen" rausposaunen (Merke: Es geht noch immer darum, Autos zu fahren), hat der Fremdschäm-Faktor schnell sein Maximum erreicht.

Zwar startet man noch mit Wagen von Marken wie Ford oder Mazda, doch dank des überraschend großzügigen Belohnungssystems kann man sich schon bald auch dieses schöne Modell leisten.

Zwar startet man noch mit Wagen von Marken wie Ford oder Mazda, doch dank des überraschend großzügigen Belohnungssystems kann man sich schon bald auch dieses schöne Modell leisten. Bild: EA Presseservice

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