25.04.2015, 08.20 Uhr

Sexismus-Trolle im Netz: So läuft die Twitter-Jagd auf Frauenhasser

Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz

Es gibt viele Arten sich gegen Sexismus zu wehren.

Es gibt viele Arten sich gegen Sexismus zu wehren. Bild: dpa

Anonymer Internet-Sexismus ist ein echtes Problem. Im World Wide Web tummeln sich so einige Frauenhasser und sogenannte FemNazis (Feminismusgegner), die mit ihren Kommentaren nur allzu oft weit unter der Gürtellinie und jenseits der Netiquette liegen.

Die Aktivistengruppe Zero Trollerance hat den sexistischen Trollen, die vor allem bei Twitter ihr Unwesen treiben, den Kampf angesagt. Sie hat ein Programm geschrieben, das sexistische Kommentare erkennen kann. Und zwar nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern in vielen verschiedenen Sprachen - sogar Nigerianisch ist dabei.

Erfahren Sie hier mehr über: Tittygram: Brüste als Litfaßsäule der Zukunft.

Versautes Gezwitscher auf Twitter
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@ZTrollerance kämpft gegen Sexismus bei Twitter: Mit Videos gegen Internet-Trolle

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Bei Zero Trollerance nun will die Peng!-Collective vermeintliche Internet-Trollen mit ihren eigenen Waffen schlagen und auf humorige Weise etwas dagegen unternehmen, dass User beleidigt werden.

Allerdings gibt es ein Problem: Die Nachrichten an die Trolle werden von Fake-Accounts verschickt, die als Spam gelten und bei Twitter somit eigentlich verboten sind. Gut möglich also, dass das Projekt Zero Trollerance bald schon wieder Geschichte ist. Doch der Peng!-Collective war dann wenigstens für einige Zeit die Aufmerksamkeit für das Problem Sexismus im Web sicher. Immerhin ein Anfang!

Auch interessant: So rührend wehrt sich das Internet gegen Mobbing.

zero Trollerance
Hören Sie genau zu!

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boi/sam/news.de
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