25.08.2014, 13.58 Uhr

Seeed 2014 live in Ferropolis: Heiße Rhythmen zwischen Tagebaubaggern

Seeed auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Seeed auf den Brettern, die die Welt bedeuten Bild: Ennio Leanza/dpa

Von news.de-Redakteurin Jana Koopmann

Pünktlich 21.30 Uhr lüftete sich der Vorhang und die elf Mannen von Seeed betraten die Bühne von Ferropolis. In diesem Jahr gab es keine eigene Tour, nur einige Festivalauftritte. Und genau deswegen war das Konzert in Ferropolis auch bestens gefüllt.

Minifestival vor urbaner Kulisse

Das kleine Minifestival der Berliner wurde begleitet durch die Wiener Jungs von Bilderbuch und diese gaben mit ihren Indie-Rock natürlich alles. Vielleicht konnten sie ja wirklich ein paar Fans dazu gewinnen. Im Herbst gehen sie dann mit den Beatsteaks auf große Hallentour. Nach der Umbaupause betrat die Sängerin Janelle Monáe die Bühne und versuchte die zahlreichen Besucher endlich auf Betriebstemperatur zu bringen. Leider blieben die Jubelstürme aus. Die R&B-Sängerin wechselte mehrmals das Outfit, auch das half alles nichts, das Publikum blieb reserviert.
Als die Sonne endlich untergegangen war, erklangen die ersten Töne von «Augenbling» - die konzerthungrige Menge war sofort hellwach und bewies Textsicherheit beim Mitsingen.

Bewährte Setlist holt alles aus dem Publikum raus.

Never change a winning team – eine Maxime, die auch bei Seeed funktioniert. Die Setlist war nur leicht abgewandelt im Vergleich zu den vier ausverkauften Konzerten in der Berliner Wuhlheide im vergangenen Jahr, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Peter Fox, Demba Nabé und Frank A. Delle heizten den Zuschauern ein. Die Anzüge saßen, Handtücher waren ausreichend vorhanden. Die Choreografien der drei Rampensäue waren bis ins Detail ausgefeilt und Ruhepausen waren keine vorgesehen. Natürlich durften die Kracher von Peter Fox' Soloausflug nicht fehlen. Zu «Schüttel Deinen Speck» darf man sich auch gerne eines Kleidungsstückes entledigen. Es wurde heiß in Ferropolis. Es folgten einige Remixe zu «Dickes B» und auch der «Harlem Shake» kam gebührend zum Einsatz. Wie schon auf der Hallentour im vergangenen Jahr waren die Drummer der Marching Band Cold Steel am Start und zeigten, was mit einer kleinen Trommel und Akrobatik alles anzufangen ist. 20 Songs später verklang der letzte Ton des Songs «Aufstehn», die Bühne wurde dunkel und im Ohr blieben die letzten Wort: Tschüss bis übernächstes Jahr!

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loc/news.de
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