12.07.2017, 16.15 Uhr

Studie der Uni Mannheim: Schlechtere Mathe-Noten für Migrantenkinder trotz gleicher Leistung

Eine Studie ergab, dass Migrantenkinder trotz gleicher Leistung im Fach Mathe schlechter bewertet werden.

Eine Studie ergab, dass Migrantenkinder trotz gleicher Leistung im Fach Mathe schlechter bewertet werden. Bild: Christian Charisius/dpa

Migrantenkinder werden laut einer Studie in Mathe schlechter benotet, obwohl sie in Tests die gleichen Leistungen erzielen wie ihre Mitschüler. Das haben Forscher vom Lehrstuhl Pädagogische Psychologie der Uni Mannheim herausgefunden.

Studie der Uni Mannheim: Ungerechte Benotung in deutschen Gymnasien?

Für die Studie wurden 1.500 Gymnasiasten im Verlauf von zweiSchuljahren untersucht. Die Schüler bekamen standardisierte Tests vorgelegt, die sie insgesamt dreimal im Verlauf der fünften und sechsten Klasse machen mussten. Die Ergebnisse verglichen die Forscher anschließend mit den Noten in Klassenarbeiten und Zeugnissen.

Migrantenkinder schlechter bewertet als Mitschüler trotz gleicher Leistung

Das Ergebnis der Studie: Migrantenkinder wurden im Vergleich zu anderen Mitschülern trotz gleicher Sprachfertigkeit und sozialer Herkunft schlechter bewertet - obwohl die Kinder in den standardisierten Tests gleich gut abgeschnitten hatten.

Die Forscher wollen nun herausfinden, wie die Urteilsprozesse der Lehrer bei der Notenvergabe ablaufen und was die Gründe für die Unterschiede sind.

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sam/news.de/dpa
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