22.02.2017

Umstrittene Studie: Zahlt sich Schönheit im Job wirklich aus?

Macht sich Schönheit im Job bezahlbar?

Macht sich Schönheit im Job bezahlbar? Bild: Fotolia / Robert Kneschke

Verdienen schöne Menschen besser als weniger attraktive Kollegen? Eine neue Studie stellt die seit Jahren vorherrschende These einer "Schönheitsprämie" zumindest für den US-Arbeitsmarkt in Frage.

Oft verdienten die am wenigsten attraktiven Menschen sogar mehr als besser aussehende, schreibt das Team um Satoshi Kanazawa von der London School of Economics im "Journal of Business and Psychology".

Schönheit nicht ausschlaggebend für gute Bezahlung

Merkmale wie Gesundheit, Intelligenz und günstige Persönlichkeitsfaktoren seien stattdessen ausschlaggebend für bessere Bezahlung. Grundlage der Resultate ist eine Langzeitstudie mit über 20.000 jungen Amerikanern. Andere Experten bemängeln den Studienaufbau. So sei der Anteil der sehr unattraktiven Menschen in der Probandengruppe viel zu klein gewesen.

Die Langzeitstudie wurde über 14 Jahre in den USA geführt, zu Beginn waren die meisten Probanten erst 16 Jahre alt. Was gegen das Studienergebniss spricht ist allerdings die weitverbreitete ungerechte Behandlungen von weniger attraktiven Kollegen bis hin zum Mobbing. Auch ist in der Studie nicht nachvollziehbar, wieviele unattraktive Menschen erst gar keinen Job finden.

Wie die "Augsburger Allgemeine" schreibt, ist allerdings die "Schönheitsprämie" in Deutschland weit verbreitet. Sie gilt hierzulande für Männer und Frauen. Generell seien die Studienergebnisse für Deutschland nicht anwendbar.

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koj/loc/news.de/dpa
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