19.07.2018, 16.18 Uhr

Kosmetologie: Was alles zum Kosmetik-Studium gehört

Zur Kosmetologie gehört auch, Tattoos zu entfernen.

Zur Kosmetologie gehört auch, Tattoos zu entfernen. Bild: dpa

Faltenfreie Haut, perfektes Make-up - so dürfte sich mancher Studenten im Fach Kosmetologie vorstellen. Tatsächlich müssen die angehenden Schönheitsexperten mehr als Schminktipps lernen. Sie analysieren Pflegemittel und prüfen, welche Stoffe gut verträglich sind. "In erster Linie ist das ein naturwissenschaftliches Studium", sagt Willi Hoppe von der Universität Osnabrück. "Bei uns muss man also viel Chemie lernen, das darf man nicht unterschätzen."

Kosmetologie-Studium: Das gehört zum Studieren der Kosmetik

Im Studium stehen Studenten daher eher im Labor als vor dem Spiegel. Dort mischen sie zum Beispiel Hautcremes zusammen und untersuchen deren Wirkstoffe. Dabei nimmt die Dermatologie viel Platz auf dem Lehrplan ein: Gelehrt wird Hoppe zufolge etwa, wie allergischen Reaktionen und Hautkrankheiten vorgebeugt werden kann.

Daneben geht es um die Vermarktung von Kosmetika oder Haarfärbemittel und um Gestaltungstipps etwa beim Schminken. Hinzu kommen aber auch technische Verfahren, wie Laserbehandlungen oder Dermabrasiose.

Kosmetologie an Uni Osnabrück, andere Kosmetik-Studiengänge in Duisburg-Essen und Ostwestfalen-Lippe

Kosmetologie ist ein Frauenfach: Im Schnitt gebe es pro Jahrgang mit 20 bis 25 Studenten nur einen Mann, sagt Hoppe. Die meisten Absolventen arbeiteten später in Berufsschulen. Außerdem gebe es Jobs für sie in der kosmetischen Industrie, etwa im Marketing oder in der Forschung. Unter dem Namen Kosmetologie wird das Fach nur in Osnabrück geführt - ähnliche Studienangebote gibt es Hoppe zufolge aber zum Beispiel an der Universität Duisburg-Essen und an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Wer Kosmetologie studiert, schließt in der Regel mit einem Bachelor ab. Es gibt aber auch die Möglichkeit in dieser Richtung eine Berufsausbildung zu absolvieren.

ham/ruk/kns
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