29.01.2019, 08.49 Uhr

blaNDM-1 auf dem Vormarsch: DIESES Super-Bakterium versetzt Experten in Panik

Antibiotika wirken nicht bei dem neuen Superkeim.

Antibiotika wirken nicht bei dem neuen Superkeim. Bild: AdobeStock/ francis bonami

Multiresistente Keime sind für die Menschen seit Jahren eine Gefahr, denn sie sind gegen Antiobiotika resistent. Wissenschaftler sind daher bemüht, herauszufinden, wie diese multiresistenten Keime entstehen, wie sie sich verbreiten und wie man sie letztendlich bekämpfen kann.

Antibiotikaresistent! Neues Super-Bakterium auf dem Vormarsch

Ein Forscherteam der Universität von Newcastle fand laut "Wall Street Journal" heraus, dass die multiresistenten Keime sich offenbar ebenso im Wasser als auch in den Innereien von Tieren reisen können. Zu dieser Erkenntnis sind sie anhand von Keimen gekommen, die ursprünglich im indischen Grundwasser waren, plötzlich aber in der norwegischen Antarktis auftauchten. Damit hatten die Keime eine Strecke von mehr als 12.000 Kilometern zurückgelegt. Eine besorgniserregende Erkenntnis. Vor allem in Anbetracht dessen, dass das Gebiet in Spitzbergen, wo die Proben entnommen wurden, nicht als "Brutstätte für Multiresistenzen" bekannt seien.

Experten alarmiert! Super-Gen in der Arktis entdeckt

Denkbar wäre eine "Reise der Keime" laut Dr. Clare McCann beispielsweise im Kot von Zugvögeln. Die 34-Jährige gehört zum englischen Forscherteam und erklärte gegenüber der "Bild": "Wir vermuten, dass die Gene durch Tiere eingeschleppt wurden. Sie könnten resistente Keime in besiedelten gebieten Müll aufgenommen und in die arktische Umwelt freigesetzt haben."

NDM-1 versetzt Forscher in Panik! Super-Keim auf dem Vormarsch

Besonders ein Gen, welches in der Arktis gefunden wurde und immer wieder im Zusammenhang mit schwerwiegenden Infektionen wie Lungenentzündungen in Krankenhäusern auftaucht, bereitet den Wissenschaftlern Sorge: Es trägt den Namen NDM-1. Nicht einmal sogenannte Reserveantibiotika, also die, die nur im Notfall angewendet werden, wirken gegenblaNDM-1. Bisher zeigt lediglich Colistin noch Wirkung. Dieses ist allerdings giftig und kann zu Leberschäden führen.

ErsteNDM-1-Fälle auch in Deutschland

Auch in Deutschland gab es bereits Fälle, bei denen Patienten mit dem Supergen infiziert wurden. Die Forscherin zu "Bild": "Erstmals wurde der NDM-1 Stamm 2009 bei einem Patienten in Bonn festgestellt." Als besonders gefährdet gelten Kinder unter einem Jahr und Senioren über 65 Jahren.

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fka/bua/news.de
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