04.11.2018, 14.37 Uhr

Tödliche Organspende: Frau stirbt an Lungenkrebs, weil Spenderin Kette rauchte

In Frankreich verstarb die Empfängerin einer Spenderlunge an Lungenkrebs, weil die Spenderin seit Jahren Kettenraucherin war. (Symbolfoto)

In Frankreich verstarb die Empfängerin einer Spenderlunge an Lungenkrebs, weil die Spenderin seit Jahren Kettenraucherin war. (Symbolfoto) Bild: Rainer Jensen / dpa

In Frankreich wartete eine an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leidende Frau seit Jahren auf eine lebensrettende Lungentransplantation. Als es dann im November 2015 endlich soweit war, konnte sie ihr Glück kaum fassen. Doch die Freude währte nicht lange.

Frau stirbt nach Lungentransplantation an Lungenkrebs, weil Spenderin Kette rauchte

Wie die Fachzeitschrift "Lung Cancer" berichtet, wurde die Frau knapp anderthalb Jahre nach der Transplantation mit Lungenkrebs-Symptomen in eine Klinik eingeliefert, wo sie zwei Monate später verstarb.

Wie später herauskam, war die Organspenderin eine Kettenraucherin, die bis zu einer Schachtel pro Tag geraucht hatte. Zudem sei der Krebs vermutlich sogar schon bei ihr ausgebrochen, ohne allerdings bereits zu den typischen Symptomen geführt zu haben.

Medikamente gegen Abstoßung der Lunge begünstigen den Lungenkrebs zusätzlich

Die Medikamente, die die Empfängerin der Lunge nach der Transplantation zur Verhinderung einer möglichen Organabstoßung einnehmen musste, hätten nach Auffassung der Autoren der Fachzeitschrift die Ausbreitung des Lungenkrebses sogar noch begünstigt. Sie raten angesichts dieses erschreckenden Falles dazu, die Transplantation vonRaucher-Organen grundsätzlich zu überdenken.

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pap/news.de
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