26.10.2018, 12.24 Uhr

Grippeimpfung 2018: Lebensgefahr! Alle Infos zur Grippe-Saison 18/19

Prävention vor der Influenza durch Grippeschutzimpfung.

Prävention vor der Influenza durch Grippeschutzimpfung. Bild: dpa

Kaum gehen die Temperaturen runter und der Winter kündigt sich an, steigt auch das Risiko, sich mit der Grippe anzustecken. Eine Grippeimpfung kann vor einer Infektion schützen. Das sollten Sie jetzt wissen.

Grippeimpfung viel zu selten wahrgenommen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)hat bereits für die Impfung gegen die Grippe geworben. "Das ist definitiv eine der meist unterschätzten Erkrankungen, die es gibt", sagte Spahn bei einem Besuch des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) im südhessischen Langen. In der vergangenen Saison habe die Grippe allein in Deutschland rund neun Millionen Arztbesuche ausgelöst und zu fast 2000 Todesfällen geführt. Die Impfquote sei noch immer viel zu gering.

Grippewelle 2018/2019: Deutschlandweit 100 Influenza-Fälle registriert

Er selbst habe sich schon vor rund zwei Wochen impfen lassen, sagteSpahn während seines Besuchs in dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Ende Oktober, Anfang November sei genau der richtige Zeitpunkt für die Impfung, erklärte PEI-Präsident Klaus Cichutek. Die neue Grippesaison 2018/2019 hat laut Robert-Koch-Institut (RKI) Anfang Oktober begonnen. Seitdem hat das Institut monatlich bereits knapp 100 Influenza-Fälle registriert.

Wann gegen Grippe impfen?

Das RKI empfiehlt, sich in den Monaten Oktober und November gegen die Grippe impfen zu lassen. Wer das versäumt, sollte dies im Fall einer Grippewelle dringend nachholen. Nach der Impfung dauert es zwei Wochen bis sich der Impfschutz ausbildet. Zu den Personen, die jährlich eine Grippeimpfung in Anspruch nehmen sollten, gehören unter anderen Senioren (über 60 Jahre), solche mit chronischen Krankheiten, etwa Herz-, Kreislauf-, Nieren-, Leber-, Stoffwechsel-, chronische neurologische Erkrankungen oder Diabetes mellitus) oder Immundefekt, solche mit beruflicher Gefährdung sowie Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Welche Nebenwirkungen hat die Grippeimpfung?

Die Wirksamkeit der Grippeimpfung gegen Influenza liegt bei 40 bis 60 Prozent. Die Impfung wird in der Regel gut vertragen. Es kann allerdings zu Nebenwirkungen kommen, wie etwa Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber und Rötung beziehungsweise Schwellung der Einstichstelle. Im Vergleich zur Grippe sind diese Beschwerden jedoch recht harmlos, wie "onmeda.de" informiert.

Ist die Grippeschutzimpfung mit Kosten verbunden?

Über die Kosten, die für eine Grippeimpfung anfallen, informiert Sie Ihr Hausarzt. Allerdings bezahlt nicht jede Krankenkasse die Schutzimpfung. Eine Kostenübernahme ist jedoch möglich, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören. Das sollten Sie jedoch mit Ihrem behandelnden Arzt und Ihrer Krankenkasse abklären.

Keine Lieferengpässe beim Impfstoff für die Grippesaison 2018/2019 erwartet

Mit Engpässen beim Impfstoff wie in der vergangenen Saison rechnen Spahn und Cichutek nicht. Gesetzliche Regelungen, nach denen einzelne Kassen exklusive Verträge haben, würden mit einem neuen Gesetz im Frühjahr 2019 abgeschafft. Dann seien alle Hersteller und Impfstoffe am Markt und es werde keine Lieferengpässe mehr geben, sagte Spahn.

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kad/kns/news.de/dpa
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