06.07.2018, 08.54 Uhr

Tödliche Fehldiagnose: Ärzte diagnostizieren Windpocken - Mädchen (6) ist 2 Tage später tot

Bei einem sechs Jahre alten Mädchen wurden fälschlicherweise Windpocken diagnostiziert - wenig später war das Kind tot (Symbolbild).

Bei einem sechs Jahre alten Mädchen wurden fälschlicherweise Windpocken diagnostiziert - wenig später war das Kind tot (Symbolbild). Bild: Fotolia / Africa Studio

Tagtäglich haben Kinderärzte mit Wehwehchen ihrer jungen Patienten zu tun. Die geläufigen Kinderkrankheiten sind in Kinderarztpraxen an der Tagesordnung - doch die vermeintlich harmlose Diagnose sollte das Todesurteil für ein sechs Jahre alten Mädchen aus England sein.

Diagnose Windpocken: Kind (6) stirbt an Blutvergiftung

Die kleine Goda Janulevicuite wurde von einer Ärztin bei einem Hausbesuch behandelt, nachdem sich die Sechsjährige über Rückenschmerzen, Bauchweh, Hautausschlag und hohes Fieber beklagte, wie die "Daily Mail" schreibt. Für die behandelnde Ärztin stand die Diagnose schnell fest: Sie attestierte Windpocken bei der jungen Patientin, deren Familie aus Litauen stammt, und verschrieb das Schmerzmittel Paracetamol.

Mädchen aus England stirbt nach Fehldiagnose

Doch schon wenige Stunden später verschlechterte sich der Zustand vonGoda Janulevicuite rapide. Kurzerhand kehrten die besorgten Eltern mit der Sechsjährigen in die Klinik zurück. Als das schwerkranke Mädchen jedoch ins Kinderkrankhenaus Great Ormond Street Hospital nach London verlegt werden sollte, war es schon zu spät:Goda Janulevicuite starb auf dem Weg in die Klinik an einer Blutvergiftung, die die Ärzte schlichtweg übersehen hatten.

Mädchen (6) mit grüner Tinktur behandelt: Blutvergiftung war nicht zu erkennen

Jetzt müssen sich die behandelnden Ärzte vor Gericht verantworten, ob sie die tödliche Blutvergiftung der kleinen Goda Janulevicuite falsch diagnostiziert und damit den Tod des Mädchens verursacht hatten. Die Ärztin Dr. Gyorgyi Kamaras, die den Hausbesuch bei Goda Janulevicuite durchführte, beschrieb auf der Anklagebank, sie habe die Symptome der Sepsis nicht erkennen können, da die Eltern die Sechsjährige mit einer grellgrünen Tinktur "von Kopf bis Fuß" bedeckt hätten, um die Symptome des Ausschlags zu lindern. Sie habe das Etikett nicht entziffern können, so die Medizinerin weiter, da die Packungsbeilage in litauischer Sprache verfasst gewesen sei.

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loc/fka/news.de
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