06.07.2018, 10.30 Uhr

Giftstoff Solanin: Achtung! DARUM warnt Stiftung Warentest vor Frühkartoffeln

Unbeschädigte Kartoffeln ohne keimende Stellen können Verbraucher bedenkenlos essen.

Unbeschädigte Kartoffeln ohne keimende Stellen können Verbraucher bedenkenlos essen. Bild: Monique Wüstenhagen/dpa

Solanin ist ein natürlicher Inhaltsstoff von Kartoffeln. Doch Vorsicht: Wer zu viel davon aufnimmt, kann sich vergiften. Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall können Folgen sein.

Stiftung Warentest warnt vor giftigem Solanin in Kartoffeln

Der giftige Stoff reichert sich vor allem in grünen, keimenden und beschädigten Kartoffeln an. In der Schale von Frühkartoffeln erreicht er die höchste Konzentration. Mit der Substanz will die Knolle Fressfeinde abwehren. Doch der Mensch sollte davon so wenig wie möglich aufnehmen. Daher gibt sowohl das Bundesinstitut für Risikobewertung als auch die Stiftung Warentest Verbrauchern folgende Tipps:

  • Grüne, stark keimende oder eingetrocknete Kartoffeln gar nicht essen
  • Grüne Stellen und sogenannte Augen im Gemüse großzügig wegschneiden
  • Kleine Kinder sollten gar keine ungeschälten Kartoffeln essen
  • Schmecken Kartoffelgerichte bitter, sollte man sie nicht essen
  • Frühkartoffeln schnell verbrauchen

So viele Kartoffeln müsste man für eine Solanin-Vergiftung essen

Je länger die Kartoffel Licht ausgesetzt ist, desto stärker steigt der Solanin-Gehalt an. Daher sollten Kartoffeln kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Die ideale Lagertemperatur liegt bei 10 Grad. Solanin kommt übrigens hauptsächlich in Nachtschattengewächsen vor und ist daher auch in Tomaten enthalten. Vergiftungserscheinungen treten bei einem Erwachsenen nach einer Aufnahme von ungefähr 200 Milligramm auf. In Kartoffeln aus Supermarkt und Co. stecken pro 100 Gramm zwischen drei und sieben Milligramm Solanin in der Schale. Man müsste also 2,8 Kilo rohe und ungeschälte Kartoffeln essen, damit die ersten Symptome auftreten. Als tödlich gilt eine Dosis von 400 Milligramm. Da beim Kochen das Solanin ins Wasser übergeht, sollte man das Wasser wegschütten und nicht weiterverwenden.

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bua/kns/news.de/dpa
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