16.04.2018, 12.51 Uhr

Spargelzeit 2018: DARAUF sollten Spargel-Käufer achten!

Ein Erntehelfer zeigt frisch gestochenen Spargel.

Ein Erntehelfer zeigt frisch gestochenen Spargel. Bild: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Nach den Ostertagen beginnt die Spargelsaison - wegen des kühlen Wetters im März mit einiger Verspätung.

Spargelzeit 2018 beginnt ab zweiter Aprilwoche

"Wir sind guter Dinge, dass es ab der zweiten Aprilwoche richtig losgeht", sagte Geschäftsführer Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) in Bruchsal. Die Region um die Stadt im Landkreis Karlsruhe ist eines der großen Spargelanbaugebiete in Deutschland. "Wir hatten gehofft, zu Ostern schon mehr anbieten zu können. Aber noch ist das Angebot nicht berauschend." Lediglich auf beheizten Feldern lasse sich hierzulande das Gemüse stechen.

Auch die Spargelbauern im brandenburgischen Beelitz rechnen damit, dass in der kommenden Woche die Ernte anlaufen kann. Am Montag und Dienstag reisen die Erntehelfer an, wie Geschäftsführer Ernst-August Winkelmann vom Spargelbetrieb Buschmann und Winkelmann sagte. Spargelbauer Jürgen Jakobs zeigte sich zuversichtlich: "Jetzt geht es jeden Tag ein Stück voran."

Saisonales Gemüse: Spargel nur im Frühling verfügbar

Mit einer Rekordernte wie im vergangenen Jahr rechnet Schumacher nicht. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2017 bundesweit 127 800 Tonnen Spargel geerntet - so viel wie nie zuvor. 2016 waren es noch 120.014 Tonnen. Das habe die Verbraucher gefreut, denn große Menge bedeute niedriger Preis. Gerade die zeitliche Begrenztheit des Spargels macht ihn so begehrt. Das Gemüse ist auf eine Jahreszeit beschränkt. Und das soll auch so bleiben, findet Schumacher. "Man verbindet Spargel mit dem Frühling."

Beim Spargel-Kauf auf Preis pro Kilogramm achten

Spargelkäufer sollten sich beim Preisschild an dem Gemüse ansehen, ob es die Kosten pro Kilogramm nennt. Manche Händler versuchen nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt, Kunden mit Angaben pro 500 Gramm in die Irre zu führen. Das sei nicht erlaubt, komme aber immer wieder vor. Neben dem Kilopreis müsse auch das Herkunftsland der Stangen ausgewiesen sein.

Oft kostengünstiger als gerade, gleichmäßig gewachsener Spargel sind krumme oder unsortierte Stangen. Sie sind den Verbraucherschützern zufolge meist nicht schlechter. Wichtig ist die Frische: Diese erkennen Kunden daran, dass die Schnittstellen nicht bräunlich und ausgetrocknet sind. Frische Stangen brechen außerdem leicht - sie lassen sich nicht biegen. Die Spitzen sollten sich fest anfühlen und nicht weich sein.

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kns/news.de/dpa
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