19.02.2018, 15.03 Uhr

Todesursache Sepsis: Vermeintliche Grippe tötet Familienvater (38)

Eine vermeintliche Grippe kostete einen 38 Jahre alten Familienvater aus Großbritannien das Leben (Symbolfoto).

Eine vermeintliche Grippe kostete einen 38 Jahre alten Familienvater aus Großbritannien das Leben (Symbolfoto). Bild: Fotolia / andriano_cz

Gerade im Winter dürften die Symptome so manchem bekannt sein: Wenn sich Fieber, Gliederschmerzen und allgemeine Abgeschlagenheit einstellen, ist meist eine Grippe dafür verantwortlich. Das dachte sich auch der 38 Jahre alte Familienvater Paul Mitton, der mit seiner Frau Joanne und den drei gemeinsamen Kindern Abigail (12), Bobby (11) und Joshua (5) in der englischen Grafschaft Lancashire lebte.

Grippesymptome entpuppen sich als tödliche Gefahr

Wie in der "Daily Mail" zu lesen ist, fühlte sich der 38-jährige krank und fiebrig und wurde von seiner Frau mit einem frei verkäuflichen Medikament gegen Grippe versorgt. Doch am nächsten Morgen bot sich der Ehefrau ein erschreckendes Bild: Joanne Mitton fand ihren Mann Paul mit fleckiger Haut und verfärbten Armen und Beinen im Bett vor. Zudem sei der vermeintliche Grippepatient eiskalt gewesen - ein klarer Fall für den Notarzt!

Verfärbte Gliedmaßen und Koma! Wie lautete die Diagnose?

Sofort wurde dem Familienvater ein Zugang gelegt und Sauerstoff verabreicht. Im Krankenhaus sahen sich die Ärzte gezwungen, den 38-Jährigen in ein künstliches Koma zu versetzen, um seine Schmerzen zu lindern. "Seine Gliedmaßen waren inzwischen schwarz, seine Ohren und sein Hals verfärbten sich ebenfalls lila und seine Lippen wurden grau", erinnert sich Joanne Mitton im Gespräch mit der "Daily Mail" an das entsetzliche Bild, das ihr schwer kranker Mann bot.

Für Grippe gehaltene Sepsis tötet Familienvater

Wenig später erlitt der Patient einen Herzstillstand und musste wiederbelebt werden - doch wenige Stunden später verstarb der vermeintliche Grippepatient. Zu spät wurde den Medizinern bewusst, dass Paul Mitton nicht etwa an Grippe litt, sondern an einer Sepsis erkrankt war. Die auch als Blutvergiftung bekannte Erkrankung kann tödlich enden, wenn sie zu spät erkannt wird und innere Organe befällt - wie im Fall des 38-Jährigen.

Tödliche Gefahr: Diese Symptome hat eine Blutvergiftung (Sepsis)

Als Warnsignale für eine beginnende Sepsis gelten Sprachprobleme, die mit Schüttelfrost oder Muskelschmerzen einhergehen. Auch Atemprobleme, verfärbte Haut oder ausbleibendes Wasserlassen gelten als Alarmsignal und sollten schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden. Wird eine Sepsis rechtzeitig diagnostiziert und nicht mit den Symptomen einer Atemwegsinfektion, Grippe oder Magenverstimmung verwechselt, können Antibiotika die Blutvergiftung stoppen.

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loc/jat/news.de
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