13.10.2017

Grippewelle 2017 in Deutschland aktuell: Schlimmste Grippewelle seit Jahren befürchtet

Bei einer Grippe bleibt es nicht nur bei Schnupfen.

Bei einer Grippe bleibt es nicht nur bei Schnupfen. Bild: dpa

Kaum sinken die Temperaturen, steigt auch schon wieder die Gefahr, sich zu erkälten oder gar an der Grippe zu erkranken. Und das ist in der kommenden Saison 2017/2018 gar nicht so unwahrscheinlich. Denn es steht eine besonders schlimme Grippewelle bevor.

Grippewelle 2017 in Deutschland noch schlimmer als im vergangenen Jahr?

Davon ist jedenfalls auszugehen, wenn man aktuell einen Blick nach Australien wirft. Erkrankungen dort sind ein Gradmesser für Europa und auf dem Kontinent endet zur Zeit der Winter mit der schlimmsten Grippewelle seit 15 Jahren, wie "gesund24.at" berichtet. Demnach habe es mit 167.000 Influenza-Fällen mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr gegeben sowie zahlreiche Tote. Sozialmedizinerin Ursula Kunze erklärte gegenüber "gesund24.at": "Es ist immer wieder so, dass wenn in Australien eine starke Saison war, es in Europa auch so werden kann."

Ob sich die Grippewelle auch in Deutschland derart stark auswirkt, ist jedoch nicht mit Bestimmtheit vorhersehbar. Allerdings zählte das Robert-Koch-Institut bereits in der vergangenen Saison mehr Grippe-Fälle als in den Jahren zuvor. In der Saison 2016/2017 gab es demnach 114.200 labordiagnostisch bestätigte Fälle, 723 Tote mit Influenza-Infektion und 448 Todesfälle in Folge einer Influenzaerkrankung. Eine Karte zur Ausbreitung der Grippe in Deutschland finden Sie auf der Seite des RKI.

Grippe-Symptome nach Ansteckung mit dem Influenza-Virus

Die Wahrscheinlichkeit, sich mit der Grippe anzustecken, nimmt bei kalten Temperaturen und im Winter zu. In geschlossenen Räumen mit vielen Menschen ist die Ansteckungsgefahr besonders groß, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn. In den meisten Fällen verläuft die Influenza-Infektion unbemerkt oder nur mit leichten Erkältungssymptomen. Bei lediglich 20 Prozent treten schwere Symptome, wie "apotheken-umschau.de" informiert. Dazu zählen:

  • starkes Krankheitsgefühl
  • Abgeschlagenheit
  • Fieber bis zu 40 Grad
  • trockener Reizhusten
  • Schnupfen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Bindehautentzündung

Grippe-Impfung für Risikogruppen besonders empfehlenswert

Angesichts der gestiegenen Zahlen ist eine Grippe-Impfung nicht verkehrt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI empfiehlt die Impfung Menschen mit besonderen Risiken - zum Beispiel im Alter ab 60 Jahren. Auch Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohner von Pflegeheimen, Ärzte und Pflegekräfte gehören dazu.

Hintergrund ist, dass eine Influenza-Infektion für ältere Menschen sehr gefährlich werden kann. Zudem brauchen sie lange, um sich von einer Grippe zu erholen. Auch wer einen älteren Menschen betreut, pflegt oder viel mit ihm zusammen ist, sollte auf den eigenen Grippeschutz achten, betonen die Geriater.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie empfiehlt Älteren die Impfung mit einem sogenannten tetravalenten Impfstoff. Dieser enthält je zwei Antigene gegen die beiden Influenza-Typen A und B. Gegen Grippe muss man sich jedes Jahr neu impfen lassen, weil sich die Erreger verändern.

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