15.09.2017, 14.42 Uhr

Hantavirus 2017: Sprunghafter Anstieg! SO gefährlich ist die Infektion

Das Hantavirus breitet sich derzeit in Bayern sprunghaft aus.

Das Hantavirus breitet sich derzeit in Bayern sprunghaft aus. Bild: dpa

Bayern kämpft mit dem gefährlichen Hantavirus. Seit September wurden dem Bayrischen Landesamt für Gesundheit bereits über 300 Erkrankungsfälle gemeldet. Das sind zehn Mal so viele wie im vergangenen Jahr. Ist man einmal am Hantavirus erkrankt, ist man nach bisherigen Kenntnissen lebenslang immun.

Hantavirus-Überträger ist die Rötelmaus

Vor allem Nagetiere übertragen das Hantavirus. Um sich nicht anzustecken, sollte man infizierte Tiere meiden.

Vor allem Nagetiere übertragen das Hantavirus. Um sich nicht anzustecken, sollte man infizierte Tiere meiden. Bild: dpa

Das Hantavirus wird durch die Rötelmaus und die Brandmaus übertragen. Beide Nagetieren können den Erreger in sich tragen, ohne wirklich krank zu sein. Beim Menschen beginnt eine Infektion mit dem Hantavirus meist mit grippeähnlichen Symptomen und löst verschiedene Krankheiten aus. Vor Jahrzehnten kam es bei einer Massenepidemie erst zu Fieber, dann zu einem kollektiven Nierenversagen der Erkrankten.

Symptome des Hantavirus

Die Nagetiere übertragen das Hantavirus durch Bisse und Ausscheidungen, die Erreger können auch Tage nach dem Kontakt noch ansteckend sein. Auch Lebensmittel, die von den Nagern befallen wurden, können mit dem Hantavirus infiziert sein. Die Infektion wird beim Menschen häufig mit der falschen Diagnose einer gewöhnlichen Grippe verwechselt. So treten im Anfangsstadium Fieber oder Husten auf.

Hantavirus-Verlauf und Therapie der Infektion

Erst später bekommt der Infizierte Durchfall, Erbrechen oder Schmerzen im Bauch- und Nierenbereich. In den wenigsten Fällen führt die Ansteckung mit dem Hantavirus zum Tod. Oftmals bleibt sogar eine Infektion unerkannt. In diesen Fällen kann es aber zu einem späteren Nierenleiden kommen. Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, kann man leider nur symptomatisch Fieber und Schmerzen bekämpfen.

Passend dazu: Tödlich? DAS sollten Sie jetzt über die Infektion wissen.

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koj/kns/news.de
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