09.09.2017, 08.00 Uhr

Hausarbeit gut für die Gesundheit?: Lebensgefährlich! Darum kann Putzen tödlich sein

Staubsaugen macht schlank, aber ist Putzen wirklich immer gesund?

Staubsaugen macht schlank, aber ist Putzen wirklich immer gesund? Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Dana Kaule

"Das bisschen Haushalt" - ja, wer kennt es nicht. Putzen, Wäsche waschen und Staubsaugen gehören trotz modernster Erfindungen unweigerlich zu unserem Alltag. Kaum ist man damit fertig, könnte man schon wieder von vorn anfangen - eine wahre Sisyphos-Arbeit. Eins als Hausfrauentätigkeit diskriminiert, hat sich die Hausarbeit in den letzten Jahren sogar zum Fitness-Programm gemausert.

Kalorienverbrauch beim Staubsaugen, Fenster putzen und Betten machen

Denn in Zeiten, in denen neben Arbeit, Familie und Kindern kaum mehr Zeit für Bewegung und Sport bleibt, schlagen sich zwei Fliegen am besten immer noch mit einer Klappe. Inzwischen gilt Putzen und Hausarbeit als wahrer Schlank- und Fitmacher. Oder etwa nicht?

Fangen wir bei den gesunden Aspekten des häuslichen Reinemachens an. Denn nicht nur, dass mit der Hausarbeit Schmutz und Staub verschwinden, auch die Kalorien schmelzen. Das macht sich vor allem beim Staubsaugen bemerkbar: In 30 Minuten lassen sich gut 120 Kalorien verbrennen. Wer eine halbe Stunde Fenster putzt, lässt 90 Kalorien verschwinden. Und beim Betten beziehen sind es immerhin noch 60 bis 70 Kilokalorien, die man verbrennt, wie "fitforfun" vorgerechnet hat.

Mit Putzen und Hausarbeit abnehmen

Dabei sei es besonders wichtig den ganzen Körper zu bewegen. So lässt sich das Wäsche aufhängen mit Kniebeugen verknüpfen, wobei die Wäscheleine über dem Kopf hängen sollte, um sich auch richtig zu strecken.

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Wer die Hausarbeit derart effektiv zum Bewegen nutzt, tut nicht nur Herz und Kreislauf etwas Gutes, sondern auch seinem Blutdruck und seiner Beweglichkeit. Zu langes Sitzen im Büro während der Arbeit lässt sich so ausgleichen und hilft die Gefahr für Übergewicht zu verringern. Wichtig ist jedoch, dass man sich überhaupt bewegt, egal wie. Da genügt auch schon der Gang zur Kaffeemaschine oder zum Drucker, wie "Focus" berichtet.

Studie belegt: Reinigungsmittel machen Hausarbeit lebensgefährlich

Aber so viele gesundheitliche Vorteile das Putzen auch haben mag, es gibt durchaus auch Nachteile. Denn schließlich kommen zum Reinigen vielzählige chemische Reinigungsmittel zum Einsatz, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken. So hat die Universität Brüssel in einer Studie, die sie unter Reinigungskräften durchgeführt hat, ergeben, dass das Sterberisiko beim Putzen für Frauen um 16 Prozent und bei Männern sogar um 45 Prozent steigt. Größte Gefahr seien Lungen-, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen, wie etwa Lungenkrebs, berichtet "Deutschlandfunk".

Chlor-Essig-Reaktion kann die Lunge schädigen

In Privathaushalten könnte das Risiko sogar noch höher liegen, vermutet die Brüsseler Wissenschaftlerin Laura van den Borre, da chemische und biologische Reinigungsmittel wahllos kombiniert werden. So kann beim Vermischen von Chlorreiniger und Essig etwa das gefährliche Chlorgas entstehen, das die Lunge schädigt. Es sei in jedem Fall ratsam, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und beispielsweise Schutzhandschuhe und Maske zu tragen - auch beim Putzen zu Hause.

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kad/loc/news.de
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