19.08.2017, 07.30 Uhr

Vergiftung droht: Vorsicht, giftig! Diese gesunden Lebensmittel können tödlich sein

Wir essen sie täglich und doch können einige Lebensmittel lebensgefährlich oder gar tödlich sein.

Wir essen sie täglich und doch können einige Lebensmittel lebensgefährlich oder gar tödlich sein. Bild: news.de-Montage/dpa

Von news.de-Redakteurin Dana Kaule

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist das A und O, um seinen Körper in Form zu halten und jeden Tag fit in den Tag zu starten. Statt Pommes, Pizza oder Schokolade stehen viel Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen auf dem Speiseplan, der wahlweise auch nur vegetarisch oder vegan ist.

Wer aber meint, nur in Fast Food, Kuchen und Limonaden lauert die Lebensgefahr in Gestalt von drohenden erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes, Bluthochdruck und Herzgefahr, der irrt sich. Denn viele Lebensmittel, die auf den ersten Blick aufgrund ihrer zahlreichen Nährstoffe gesünder nicht sein könnten, sind tatsächlich lebensgefährlich oder gar giftig. Aber wie wusste schon Paracelsus: Die Dosis macht das Gift.

Bei Rhabarber droht durch Oxalsäure Vergiftung

Bestes Beispiel dafür ist Rhabarber. Das Gemüse, das nur wenig Kalorien erhält, dafür aber jede Menge Ballaststoffe, Mineralstoffe, wie Eisen und Kalium, und Vitamin C, kann tatsächlich giftig sein. Verantwortlich dafür ist Oxalsäure, die in Rhabarber mit 460 Milligram pro 100 Gramm sehr reichlich vorkommt, wie "apotheken-umschau.de" erklärt. Da sich der Großteil der Oxalsäure in den Blättern befindet, sollte man diese immer sorgfältig entfernen. Beim Verzehr gelangt aber dennoch Oxalsäure in den Körper und bindet sich dort unter anderem an Kalzium. In dieser Verbindung kann sie sich als Blasen- oder Nierensteine absetzen, da Oxalsäure über die Nieren ausgeschieden wird. Wichtig ist, dass Sie Rhabarber jedoch niemals roh verzehren, da es sonst zu Vergiftungserscheinungen kommen kann. Gekocht oder als Zutat im Kuchen ist das fruchtige Stangengewächs jedoch unbedenklich.

Vorsicht, giftig! Kichererbsen und grüne Bohnen immer kochen

Dasselbe gilt für grüne Bohnen oder Kichererbsen, allerdings ist hier der Übeltäter ein anderer. Die Hülsenfrüchte enthalten Phasin, das nicht nur ein Protein, sondern auch ein Giftstoff ist. In geringen Mengen verursacht Phasin Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, in größeren Mengen kann es zu blutenden Magen-Darm-Erkrankungen kommen. Das unverdauliche Protein wird beim Kochen zerstört, jedoch nicht beim Trocknen. Das heißt bei grünen Bohnen genügt es, sie eine halbe Stunde lang zu kochen. Getrocknete Kichererbsen müssen hingegen zwölf Stunden in Wasser eingeweicht werden und zwei Stunden lang gekocht werden - aber nicht im Einweichwasser, da in ihm noch das Phasin enthalten ist.

Blausäure in Bittermandeln und Aprikosenkernen ist tödlich

Auch Nüsse und Samen sind, ebenso wie Hülsenfrüchte, ausgezeichnete Eiweiß- und Nährstofflieferanten. Allerdings sollte man es auch mit Mandeln oder Aprikosenkernen nicht übertreiben. Während süße Mandeln ohne Probleme roh verzehrt werden können, sieht das bei Bittermandeln schon anders aus. Sie sind giftig, da sie Amygdalin enthalten, das bei der Verdauung zu Blausäure umgewandelt wird. Für Kinder sind fünf bis sechs, für Erwachsene 50 bis 60 rohe Bittermandeln giftig.

Dasselbe gilt für Aprikosenkerne, die es ebenfalls in einer süßen und bitteren Variante gibt. Die giftigen Mandeln und Aprikosenkerne erkennt man jedoch schnell an ihrem stark bitteren Geschmack. Da Aprikosenkerne als natürliches Mittel zur Krebsvorsorge gelten, was medizinisch allerdings nicht belegt ist, sind sie leicht in Reformhäusern und online erhältlich. Man sollte jedoch nicht mehr als zwei bis drei Kerne am Tag essen, da sonst Vergiftungserscheinungen drohen. Gekocht sind Aprikosenkerne - und auch Bittermandeln - jedoch unbedenklich.

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kad/loc/news.de
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