04.08.2017, 11.47 Uhr

Skandal um Fipronil-Eier: Vorsicht! Auch DIESE Lebensmittel vielleicht verseucht

Der Skandal um mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier nimmt immer größere Ausmaße an.

Der Skandal um mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier nimmt immer größere Ausmaße an. Bild: dpa

Im Skandal um giftbelastete Eier nehmen Aldi Süd und Aldi Nord deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Das teilten die Unternehmensgruppen am Freitag mit. Es handele sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", es könne weiter von keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgegangen werden, hieß es in der Mitteilung.

Wegen Fipronil: Aldi nimmt Eier aus dem Sortiment

Von sofort an dürften nur noch Eier an Aldi geliefert werden, für die ein Nachweis vorliege, dass sie negativ auf fipronilhaltiges Anti-Läusemittel getestet seien. Die Unternehmen teilten mit, das Vorgehen werde möglicherweise dazu führen, dass es zu Engpässen bei der Versorgung mit Eiern kommt.

Hühnerfleisch, Nudeln, Kuchen: Sind auch diese Lebensmittel verseucht?

Der Höhepunkt des Gifteier-Skandals sei laut dem niedersächsischen Agrarminister Christian Meyer noch nicht erreicht. Bislang gebe es zwar keine Hinweise, dass auch von Hühnerfleisch eine Gesundheitsgefahr ausgehe. "Aber wir untersuchen auch das jetzt." Laut "waz.de" werden aktuell in den Niederlanden Zehntausende Legehennen getötet und deren Fleisch vernichtet.

Herkunft der Eier nicht nachprüfbar

Produkte, in denen Eier verarbeitet wurden, würden ebenfalls unter die Lupe genommen. Damit sollten sich Verbraucher auch darüber im Klaren sein, dass potenziell auch sämtliche Lebensmittel, in denen Eier verarbeitet sind, verseucht sein könnten. Dazu zählen beispielsweise Kuchen, Nudeln, Salate und Co. Besonders knifflig: Die Verbraucher können die Herkunft der Eier, die in den Speisen gelandet sind, nicht oder nur schwer überprüfen.

Was ist Fipronil?

Fipronil war über das Anti-Läusemittel Dega-16 in die Eier gelangt. Das Mittel beruht eigentlich nur auf ätherischen Ölen wie Menthol und Eukalyptus. Vermutlich hatte ein belgischer Hersteller Fipronil beigemischt, obwohl das Mittel für die Geflügelzucht verboten ist.

Was geschieht mit den Fipronil-Hühnern?

Wegen der Belastung mit dem Insektizid Fipronil müssen allein in den Niederlanden täglich 5,5 Millionen Hühnereier vernichtet werden. Doch was geschieht mit den Legehennen? Auch ihr Fleisch ist mit dem Wirkstoff belastet. Die Produzenten haben drei Möglichkeiten, wie der niederländische Verband der Geflügelzüchter mitteilte:

Schlachten: Die Hühner werden notgeschlachtet und das Fleisch wird entsorgt. Das ist das wahrscheinliche Schicksal für die Hennen, die älter und schwer belastet sind.

Diät: Die Legehennen können auf Diät gesetzt werden. Wenn sie weniger Kalorien zu sich nehmen, verlieren sie Federn und Fett und damit auch Reste des schädlichen Insektizids. Das Entgiften dauert nach Schätzung von Experten aber mindestens sechs Wochen.

Abwarten: Bei Legehennen, in deren Eiern nur sehr geringe Spuren von Fipronil gefunden wurden, kann man auch einfach abwarten. Experten gehen davon aus, dass die Hühner dann ohne weitere Maßnahmen in etwa zwei Wochen wieder schadstofffrei sind.

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fka/sam/news.de/dpa
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