05.07.2017, 10.03 Uhr

Naegleria fowleri: Hirnfressende Parasiten im Leitungswasser entdeckt

Das Trinkwasser im US-Bundesstaat Louisiana ist mit gefährlichen Parasiten belastet.

Das Trinkwasser im US-Bundesstaat Louisiana ist mit gefährlichen Parasiten belastet. Bild: Roland Weihrauch/dpa

Bei einer Routinekontrolle ist das Gesundheitsamt von Louisiana darauf aufmerksam geworden, dass das Trinkwasser im Bundesstaat zum Teil mit gefährlichen Parasiten belastet ist. Obwohl angeblich keine Gefahr für die Verbraucher besteht, rät das Amt dennoch zu umfassenden Vorsichtsmaßnahmen.

Naegleria fowleri: Tödliche Amöbe im Leitungswasser entdeckt

Bei dem Parasit handelt es sich um die sogenannte "Naegleria fowleri"-Amöbe. Gelangt sie in den Körper, dann befällt sie das Gehirn ihres Opfers. Die Sterblichkeitsrate ist enorm, bislang gibt es kein wirksames Gegenmittel. Belastetes Wasser muss dabei nicht mal getrunken werden. Selbst wenn man nur darin schwimmt, kann man sich mit dem Erreger infizieren. Im Juni 2016 starb beispielsweise eine 18-Jährige, als sie bei einer Rafting-Tour ins Wasser fiel und mit den Parasiten in Kontakt kam.

Gesundheitsamt warnt vor gehirnfressenden Parasiten

Aus diesem Grund mahnt auch das Gesundheitsamt von Louisiana zu umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen. Obwohl bereits mit der Desinfektion der Leitungen begonnen wurde, sollten es Menschen in der Region vermeiden, mit dem belasteten Wasser in Berührung zu kommen. Kinder sollten beispielsweise nicht unbeaufsichtigt mit Wasserschläuchen oder Rasensprengern spielen, da dabei Wasser in ihre Nasen eindringen könnte. Auch beim Baden oder Duschen sei darauf zu achten, den Kopf nicht unter Wasser zu halten. Generell sollten die Bürger Leitungen mindestens fünf Minuten spülen, bevor sie das Wasser verwenden.

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jat/gea/news.de
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