24.04.2017, 11.38 Uhr

Stiftung Warentest macht Zucker-Test 2017: DIESE Lebensmittel sind echte Zuckerschocker

Viele Lebensmittel enthalten Zucker. Verbraucher ahnen das oft nicht. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Von manch einer Packung Frühstücks-Cerealien lächelt eine lustige Comicfigur. Gerade diese Kinder ansprechenden Produkte enthalten jedoch große Mengen Zucker, warnt die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Zeitschrift "test" (Ausgabe 5/2017).

Stiftung Warentest macht den Zucker-Test 2017

Stiftung Warentest hat 60 gesüßte Lebensmittel gekauft. Anhand der Angabe auf den Etiketten haben die Experten den Anteil des zugesetzten Zuckers für eine realistische Portion berechnet. Die Ergebnisse waren erschreckend: Ein untersuchtes Produkt etwa besteht zu 43 Prozent aus zugesetztem Zucker. Mit einer 60-Gramm-Portion vertilgt ein Kind acht Zuckerwürfel. Bei einem Grundschüler ist das mehr, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den ganzen Tag empfiehlt. Die bessere Alternative: selbst gemischtes Müsli aus Haferflocken und Trockenfrüchten. Auch die liefern eine gewisse Süße. Alle Lebensmittel im Test finden Sie hier.

In diesen Lebensmitteln steckt sehr viel Zucker

Auch Milchprodukte wie Joghurt kommen häufig nicht ohne zugesetzten Zucker aus. Die Tester untersuchten 15 Milchprodukte, von denen viele pro Becher vier Stück Würfelzucker enthielten. Den natürlichen Zucker aus der Milch und den Früchten rechneten sie dabei heraus. Eine gute Alternative seien Natur-Joghurts. Wer sie süßen möchte, nimmt Obst oder einen Teelöffel Marmelade.

Aufpassen sollte, wer sich bewusst ernähren möchte, zudem bei Fertigsoßen. Einige Barbecue-Soßen, die die Tester kauften, kommen auf drei Stück Würfelzucker pro Esslöffel Soße. Bei Ketchup sind es immerhin noch eineinhalb Würfel. Wer auf die fertigen Dips nicht verzichten will, sollte sie strecken, raten die Tester - etwa mit Naturjoghurt oder passierten Tomaten.

Wer zu viel Zucker vertilgt, kann Karies, Übergewicht und Fettleibigkeit fördern. Dadurch steigt das Risiko auf Herzinfarkt, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes. Seit 2016 muss auf der Verpackung von Fertigprodukten stehen, wie viel Zucker pro 100 g enthalten sind. Jedoch erkennen Verbraucher dadurch nicht, wie viel Zucker einem Lebensmittel zugesetzt ist.

Zuckerfreie Lebensmittel - So gesund ist Aspartam wirklich

Wer Zucker in Lebensmitteln, Softdrinks und Co. vermeiden will, greift oftmals zu zuckerfreien Alternativen. Doch eine Studie der Universität Boston deckt nun gefährliche Folgen der Light-Produkte auf. Der synthetische Süßstoff Aspartam ist völlig ungesund. Für Schwangere ist der Zuckerersatz sowieso tabu. Nun sollten ihn auch alle anderen besser von ihrer täglichen Ernährung streichen.

Laut Wissenschaftlern erhöht Aspartam das Risiko eines Schlaganfalls oder an Demenz zu erkranken. "In unserer Studie hatten drei Prozent der Menschen einen neuen Schlaganfall, fünf Prozent entwickelten Demenz. Natürlich ist das eine geringe Zahl, aber es scheint ein Zusammenhang zu den Getränken zu bestehen", zitiert "tag24.de" die Wissenschaftler.

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bua/sam/news.de/dpa
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