28.03.2017, 13.30 Uhr

Borreliose droht: Aufgepasst in der Zeckenzeit! Hier liegen die Risikogebiete

Zecken sind schon bei einer Temperatur von sieben Grad aktiv.

Zecken sind schon bei einer Temperatur von sieben Grad aktiv. Bild: Patrick Pleul/dpa

Zecken lauern in der Natur und können gefährliche Krankheiten übertragen. Sich zu schützen, ist daher wichtig. An den aktuell warmen Frühlingstagen sind die kleinen Blutsauger besonders aktiv. Wie "weather.com" berichtet, sind allein in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr bereits 36 Borreliose-Fälle gemeldet worden.

Zecken-Saison beginnt! In diesen Gebieten ist das Risiko besonders hoch

Eine Übersicht über FSME-Risikogebiete hat das RKI auf seiner Internetseite. Die Gebiete befinden sich hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg - aber auch stellenweise in Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland. Hinweise über ein FSME-Risiko im Ausland finden Reisende zum Beispiel unter den Reisesicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts im Netz.

"Viele glauben, dass Zecken von den Bäumen fallen", erklärt Britta Reckendrees von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das stimmt nicht. Zecken sitzen vor allem im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Wichtig ist es daher, sich beim Aufenthalt in der Natur ausreichend zu schützen. Lange Kleidung kann helfen, Wanderer können auch die Hosenbeine in die Strümpfe stecken. Zeckenabweisende Mittel können ebenfalls helfen. Wichtig ist aber immer, seinen Körper nach dem Aufenthalt in der Natur gründlich abzusuchen.

Welche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden?

Zecken können eine Vielzahl vonInfektionskrankheiten übertragen - zu den bedeutendsten zählen aber die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Borreliose wird durch Bakterien verursacht und tritt in allen Teilen Deutschlands auf, wie Reckendrees weiter erläutert. Unerkannt und unbehandelt kann die Borreliose zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Bei der FSME handelt es sich um eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich.

Impfung gegen FSME sinnvoll?

Gegen den Erreger der FSME gibt es eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt einen Impfschutz für Personen, die sich in FSME-Risikogebieten häufig im Freien aufhalten. Außerdem sollten sich Berufstätige, die durch ihren Job gefährdert sind, impfen lassen. Das sind etwa Forstarbeiter oder Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten. Auch für Urlauber, die in FSME-Risikogebiete im Ausland reisen, ist eine Impfung sinnvoll.

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Borreliose und FSME - Bei welchen Symptomen muss ich zum Arzt?

Das Risiko, sich mitBorreliose oder FSME anzustecken, sei insgesamt gering. Wer von einer Zecke gebissen wurde, sollte danach allerdings aufmerksam seinen Körper beobachten. Tritt eine Hautrötung an der Einstichstelle auf, sollten Betroffene sofort zum Arzt. Sie ist ein Hinweis auf eine Borreliose. Eine Behandlung mit Antibiotika ist dann erforderlich. Bei der FSME kommt es in der Regel nach einigen Tagen zu grippeähnlichen Symptomen und Fieber. Anschließend machen sich neurologische Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen oder epileptische Anfälle bemerkbar.

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bua/kad/news.de/dpa
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