07.12.2016, 16.50 Uhr

Norovirus verbreitet sich rasend schnell: So schützen Sie sich vor einer Ansteckung mit dem Magen-Darm-Virus

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren. Bild: dpa

In einigen Bundesländern gibt es derzeit mehr Norovirus-Erkrankungen als in den Vorjahren. Das Robert Koch-Institut (RKI) habe entsprechende Meldungen bekommen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei es nicht ungewöhnlich, dass bestimmte Erreger in manchen Jahren früher und häufiger auftreten als in anderen Jahren.

Magen-Darm-Virus: Hier ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch

Der Erreger führt zu starkem Flüssigkeitsverlust und ist deshalb vor allem für Kleinkinder, alte Menschen und geschwächte Personen gefährlich. Das hochansteckende Virus verbreitet sich vor allem in Einrichtungen wie Kindergärten und Altersheimen schnell. Übertragen wird es per Schmierinfektion. Nicht sichtbare Stuhlreste an Händen, Türgriffen oder am Essen sind die Übeltäter, die das Norovirus übertragen.

Die Symptome des Norovirus

Wenn Sie sich mit dem Norovirus infiziert haben, leiden Sie wahrscheinlich unter starken Symptomen einer Magen-Darm-Erkrankung. Dazu gehören schwallartiges Erbrechen, starker Durchfall und ein hoher Flüssigkeitsverlust, der sich vor allem durch Schwindel bemerkbar macht. Eine häufige Begleiterscheinung ist Fieber.

Behandlung: Diese Maßnahmen müssen Sie bei einer Ansteckung ergreifen

Bei Fieber oder Blut im Stuhl sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Jedoch ist es wichtig, sich vorher in der Praxis anzukündigen, damit andere Patienten vor einer Ansteckung geschützt werden können. Am Norovirus Erkrankte müssen sich schonen und gezuckerten Tee, verdünnte Säfte und Wasser trinken, um den Feuchtigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Achten Sie darauf, genügend salzhaltige Speisen zu sich zu nehmen und zum Beispiel Brühe zu trinken.

In der Apotheke gibt es spezielle Präparate. Antibiotika wirken nicht gegen das Virus. Nach etwa 48 Stunden ist der schlimmste Teil der Erkrankung überstanden, doch raten Ärzte, nach Abklingen der Symptome noch mindestens zwei weitere Tage zu Hause zu bleiben, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Erkrankte können bis zu zwei Wochen lang ansteckend sein.

So vermeiden Sie eine Ansteckung mit dem Magen-Darm-Virus

Eine Impfung gegen den Norovirus gibt es nicht. Als eine wichtige Gegenmaßnahme gilt, Hygienevorschriften strikt einzuhalten und sich regelmäßig mit Wasser und Seife die Hände zu waschen. Halten Sie sich von Erkrankten fern und benutzen Sie möglichst andere Toiletten.

Lesen Sie auch: Listerien! Öko-Metzgerei ruft drei Wurstsorten zurück

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

saw/lid/news.de/dpa
Cholesterin senken ohne MedikamenteGefahr durch KlimawandelLeoniden im November 2019Neue Nachrichten auf der Startseite