15.10.2016, 08.01 Uhr

Allergien, Fettleibigkeit, Krebs: SO giftig ist Plastik für den Menschen

Viele Lebensmittel sind in Plastik verpackt. Ist das ungesund?

Viele Lebensmittel sind in Plastik verpackt. Ist das ungesund? Bild: Fotolia / rufar

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

"Mikroplastik in Zahnpasta ist gefährlich!" Mit dieser Schlagzeile vor knapp zwei Jahren fing alles an. Ich dachte über meinen täglichen Konsum von Plastik nach. Durchforstete sämtliche Inhaltsstoffe meiner Hygieneartikel und verbannte Döschen, Tuben und Tiegel aus dem Badezimmer. Nach einer gruseligen Begegnung mit Lebensmittelmotten in einer Tüte Haselnüsse lagerte ich ab sofort sämtliche Lebensmittel in geschlossenen Behältern - vornehmlich aus Glas. Wegen der Optik versteht sich. Nur noch ein paar Plastikdosen fristeten ihr Dasein in meiner Küche.

Monate später bemerkte ich schließlich, dass die Zuckerdose beim Öffnen einen unangenehmen Geruch verbreitet. Ist der Zucker etwa schlecht? Unwahrscheinlich! Ist das etwa die Plastikdose? Verpestet die etwa meine Lebensmittel? Seit dem versuche ich Plastik von meinen Lebensmitteln fernzuhalten. Doch wie ungesund sind Plastikverpackungen überhaupt für Lebensmittel? Was macht den Kunststoff so gefährlich?

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Weichmacher und Co.: Diese Stoffe gibt Plastik an Lebensmittel ab

Kunststoffe bestehen hauptsächlich aus Erdöl. Zusätzlich werden noch Weichmacher, Stabilisatoren und Füllstoffe beigemischt, um bestimmte Eigenschaften zu erhalten. Da diese Stoffe meist nicht fest mit dem Plastik verbunden sind, können diese an die Umwelt abgegeben werden. Über Lebensmittel, Hausstaub und die Atemluft gelangen sie schließlich in unseren Körper. Dort können sie gravierende Gesundheitsschäden verursachen - von Allergien, Fettleibigkeit, Unfruchtbarkeit, Krebs und Herzerkrankungen ist die Rede.

Lebensmittelverpackungen bestehen überwiegend aus Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) sowie Polyethylenterephthalat (PET). Vor allem letzteres werde hauptsächlich für Getränkeflaschen verwendet. Über einen längeren Zeitraum gibt PET jedoch gesundheitsschädigende und hormonell wirksame Stoffe (Acetaldehyd, Antimontrioxid) an die Flüssigkeiten ab.

Besonders problematisch sind Polyvinylchlorid (PVC) und Polycarbonat (PC). PVC besteht überwiegend aus Weichmachern und PC wird mit Bisphenol A (BPA) hergestellt. Werden Produkte mit BPA erhitzt, können sich gefährliche Chemikalien lösen.

Bisphenol A - Gift für den Körper?

BPA steht im Verdacht, Erkrankungen des Hormonsystems sowie des Herzkreislauf- und Nervensystems auszulösen. Der Stoff sei schädlich für Leber und Niere. Zudem stehe er im Verdacht krebserregend zu sein. Gelangt BPA in unsere Lebensmittel, kommen sie von dort unweigerlich in unseren Körper.

Vorratsdosen aus Plastik sind für mich ab sofort definitiv tabu. Meine Alternative: Glas. Denn im Gegensatz zur Plastikverpackung ist Glas nicht nur geschmacksneutral sondern auch undurchlässig.

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bua/fka/news.de
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