17.07.2016, 08.00 Uhr

Zecken-Saison 2016: Der Zeckenstich und seine Folgen - Was tun im Ernstfall?

Zecken lauern auf Sträuchern, Gräsern oder im Unterholz auf einen passenden Wirt.

Zecken lauern auf Sträuchern, Gräsern oder im Unterholz auf einen passenden Wirt. Bild: djd/www.gsk.com

Zecken lauern auf Sträuchern, Gräsern oder im Unterholz auf einen passenden Wirt. Nachdem sie mitgestreift wurden, suchen sie sich beim Wirt Stellen, an denen die Haut dünn und leicht zu durchstechen ist. Bevor die Zecke mit der Nahrungsaufnahme beginnt, sondert sie einen betäubenden Speichel ab, der der Blutgerinnung entgegen wirkt.

Ein Zeckenstich ist nicht schmerzhaft und bleibt zunächst oft unbemerkt. Die Haut des Wirtes wird durch das Mundwerkzeug der Zecke, die Kieferklauen, angeritzt. Danach wird der mit Widerhaken besetzte Stechrüssel in der Wunde verankert. Auch wenn Zeckenstiche nicht schmerzen, heißt dies nicht, dass sie ungefährlich sind.

Ein Zeckenstich ist zwar nicht schmerzhaft, kann aber gefährliche Krankheiten verursachen.

Ein Zeckenstich ist zwar nicht schmerzhaft, kann aber gefährliche Krankheiten verursachen. Bild: djd/www.gsk.com

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose sind für den Menschen besonders gefährliche Krankheiten. Borreliose kann in drei möglichen Stadien verlaufen - das diffuse Krankheitsbild macht es schwer, die Krankheit zu diagnostizieren. Fieber, Kopfschmerzen und eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle gehören zu den ersten möglichen Symptomen.

Im weiteren Verlauf können starke Schmerzen, eine Hirnhautentzündung oder eine Gesichtslähmung auftreten. Im dritten Stadium kommen etwa Gelenkentzündungen hinzu. Das schnelle Entfernen der Zecke verringert das Risiko, an Borreliose zu erkranken. Eine Infektion wird mit Antibiotika behandelt. Eine Impfung gegen Borreliose ist nicht möglich.

Wirksamer Zeckenschutz durch Impfung

Die FSME-Impfung kann einen wirksamen Schutz vor einer Infektion darstellen.

Die FSME-Impfung kann einen wirksamen Schutz vor einer Infektion darstellen. Bild: djd/www.gsk.com

Im Gegensatz dazu kann man sich gegen FSME impfen lassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies vor allem für Risikogebiete wie Süddeutschland. FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke und können nach dem Stich sofort in die Wunde übertragen werden. Die ersten Symptome der Krankheit treten etwa zwei bis zwanzig Tage nach dem Stich auf und ähneln einer Sommergrippe mit erhöhter Temperatur, Kopf- und Gliederschmerzen.

Im zweiten Stadium kann es zu einer Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen. Weitere Symptome sind etwa Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen sowie vereinzelte Lähmungen am Körper.

Seiten: 12
Gefahr durch KlimawandelTricks beim FleischerUnwetter in Europa im August 2019Neue Nachrichten auf der Startseite