03.06.2016, 16.03 Uhr

Das passiert, wenn Sie Ihr Wehwehchen googlen: So schnell ist man laut "Dr. Google" tot

Übelkeit: Sie hat laut Google vermutlich schlimmere Ursachen, als Sie glauben!

Übelkeit: Sie hat laut Google vermutlich schlimmere Ursachen, als Sie glauben! Bild: Fotolia/Kristin Gründler

Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann

Das Internet bedeutet den Untergang für jeden Hypochonder. Wer hat nicht schon mal ein Wehwehchen gegoogelt und musste schnell feststellen, dass die Kopfschmerzen oder die kalten Füße ganz klar bedeuten, dass man dem sicheren Tode geweiht ist...

Dr. Google: Krankheiten googeln ist nicht gut fürs Wohlbefinden

Eines sollte vorweg klar sein: Auf diversen Webseiten, die medizinischen Rat geben, sind alle Symptome zusammengefasst und alle Möglichkeiten aufgezählt. Wer also von Kopfschmerzen geplagt ist, dem werden alle möglichen Ursachen dafür genannt, von Wassermangel bis Hirntumor. Das bedeutet noch lange nicht, das man an dem Tag zu wenig getrunken hat und auch nicht, dass man sofort einen Termin für ein MRT machen sollte. Nichtsdestotrotz trifft eine der rund zwanzig Ursachen für Kopfschmerzen zu, und in seltenen Fällen vermutlich auch der Hirntumor.

Dennoch tendiert "Dr. Google" eindeutig dazu, die schlimmen Diagnosen zu bevorzugen. Im Selbstversuch haben wir das getestet. Obwohl die Zeit der Frühjahrsmüdigkeit langsam vorbei sein dürfte, kennt jeder diese Tage, an denen man einfach nicht munter wird und sich abgeschlagen fühlt. Laut Google kommen da viele Furcht einflößende Leiden infrage. Nicht etwa Wetterfühligkeit, schlechter Schlaf oder zu wenig Flüssigkeit sind höchstwahrscheinlich die Ursache. Nein, als erstes spuckt Google folgende Grusel-Ergebnisse aus: Autoimmunkrankheiten, Nieren- oder Leberschäden sowie Herzleiden. Das ist nun wirklich nichts für Hypochonder!

Simple Symptome werden bei Google schnell zu tödlichen Krankheiten

Auch simple Google-Suchen wie "kalte Füße" oder "Vergesslichkeit" führen schnell zu lebensbedrohlichen Diagnosen. Bei kalten Füßen trifft nicht etwa zu niedriger Blutdruck oder - schlichtweg eine kalte Umgebung - zu, sondern Diabetes, Arteriosklerose oder das Raynaud-Syndrom, bei dem es zu krampfartigen Verengungen der Blutgefäße kommt. Das ist zumindest der Fall, wenn man Google glauben will. Unser Tipp: Tun Sie das nicht, es macht Sie nur verrückt.

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