01.03.2016, 11.12 Uhr

Pollenflugkalender 2016: Allergie-Gefahr! Diese Pollen sorgen aktuell für Schniefnasen!

Pollen machen für Allergiker den Frühling und Sommer zur Hölle.

Pollen machen für Allergiker den Frühling und Sommer zur Hölle. Bild: dpa

Allergiker könnten 2016 mehr Probleme mit Birkenpollen bekommen als noch im Vorjahr. Nach Einschätzungen der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) werden die durch Birkenpollen ausgelösten Symptome wie Heuschnupfen und Asthma stärker ausfallen. Und auch Gräserpollen könnten vermehrt in der Luft herumschwirren.

Doch noch haben Allergiker eine kleine Schonfrist. Zwar fliegen bereits Hasel- und Erlenpollen in der Luft, aber Gräser- und Birkenpollen lassen glücklicherweise noch ein wenig auf sich warten.

Pollenflugkalender 2016: Hasel-, Gräser- und Birkenpollen im Überblick

Pollen Region Zeitraum der Pollenbelastung

Haselpollen

 

 

Norddeutschland

Mittel- und Ostdeutschland

Westdeutschland

Süddeutschland

05.02. bis 15.04.2016

01.02. bis 01.04.2016

18.01. bis 10.04.2016

01.02. bis 15.04.2016

Gräserpollen

 

 

 

Norddeutschland

Mittel- und Ostdeutschland

Westdeutschland

Süddeutschland

28.04. bis 25.09.2016

20.04. bis 25.09.2016

05.04. bis 30.09.2016

20.04. bis 20.09.2016

 Erlenpollen

 

 

 

Norddeutschland

Mittel- und Ostdeutschland

Westdeutschland

Süddeutschland

10.02. bis 03.05.2016

05.02. bis 15.04.2016

15.01. bis 20.04.2016

10.02. bis 20.04.2016

 Beifußpollen

 

 

 

Norddeutschland

Mittel- und Ostdeutschland

Westdeutschland

Süddeutschland

10.07. bis 15.09.2016

12.07. bis 15.09.2016

25.06. bis 10.09.2016

10.07. bis 05.09.2016

 Birkenpollen

 

 

 

Norddeutschland

Mittel- und Ostdeutschland

Westdeutschland

Süddeutschland

25.03. bis 15.06.2016

20.03. bis 25.05.2016

22.03. bis 10.06.2016

16.03. bis 02.06.2016

Ambrosiapollen

 

 

 

Norddeutschland

Mittel- und Ostdeutschland

Westdeutschland

Süddeutschland

15.08. bis 10.09.2016

01.08. bis 15.09.2016

01.08. bis 10.09.2016

01.08. bis 15.09.2016

Pollenflugbelastung 2016: Diese Bäume machen Allergikern das Leben schwer

Der Baum mit der schwarz-weißen Rinde ist in Deutschland sehr verbreitet. Eine Flucht vor den Birkenpollen sei für Allergiker daher kaum möglich, sagt Thomas Stützel, Professor für Evolution und Biodiversität der Pflanzen an der Ruhr Universität Bochum. "Nur an der Küste ist es besser, solange der Wind vom Meer her kommt." Die am weitesten verbreitete Art des Baums, die Hänge-Birke (Betula pendula Roth), komme praktisch überall vor. Nur in einigen Gebirgsregionen gebe es sie nicht.

Einen Anstieg der Birkenpollen sieht auch PID-Vorstandsvorsitzender Karl-Christian Bergmann. Das sei jedoch von Region zu Region unterschiedlich. Für ihre Pollenprognose beobachten die Forscher die Wetterentwicklung über mehrere Monate hinweg sowie die jahreszeitliche Entwicklung der Bäume und vergleichen alles mit dem Pollenflug der vergangenen 15 Jahre. Mit Blick auf das absehbare Wetter kann dann ein Mittelwert für die Vorhersagen getroffen werden.

Keine Pollen durch Regen - Wann beginnt der Pollenflug?

Bisher haben die Birkenpollen-Allergiker noch Schonfrist: "Es sind noch keine Pollen in der Luft", sagt Bergmann. Da es derzeit viel regne, sei die Luftbelastung durch Pollen insgesamt nicht sehr hoch, bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst in Freiburg. Ab Mitte März beginnt nach PID-Angaben dann der Flug in Süddeutschland, bis Ende des Monats blühen dann die Birken im Norden des Landes. Die Stiftung rechnet im Juni mit dem Ende der Birkenpollen-Saison.

Die Pollen der weiß-schwarzen Bäume gelten als besonders aggressiv. Die Pflanzen geben innerhalb kurzer Zeit sehr viele davon frei. "Bei Umfragen geben Allergiker immer an, stark unter der Birke zu leiden", sagt Bergmann. Die heftigen Symptome gleich zu Beginn des Jahres hätten aber vielleicht auch einen psychologischen Effekt. Auch die Konzentration der Gräserpollen nimmt nach PID-Angaben seit 2010 wieder zu. Davor sei die Belastung eher zurückgegangen. Die Gräserpollen fliegen von April bis September - auch hier können nach PID-Einschätzung die Beschwerden für Allergiker wieder steigen.

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bua/sam/news.de/dpa
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