06.02.2016, 07.00 Uhr

Wissenschaftler bestätigen: Suchtgefahr: Von diesem Essen kommt man nicht mehr los!

Amerikanische Wissenschaftler wollen bewiesen haben, welches Essen süchtig macht. Die Überraschung: Schokolade ist es nicht.

Amerikanische Wissenschaftler wollen bewiesen haben, welches Essen süchtig macht. Die Überraschung: Schokolade ist es nicht. Bild: artmim/Fotolia

Von news.de-Volontär Christopher Rust

Obwohl es jeder tut und es überlebensnotwenig für uns ist, wissen wir mitunter erschreckend wenig darüber: Unser Essen. Es ist Teil jeden Lebens, doch geht jeder damit anders um. Für Sterneköche und Gourmets ist es gar eine Kunst, Essen zuzubereiten und zu genießen. Für Puristen ist es die bloße Nahrungsaufname, um nicht zu verhungern. Die Erkenntnis, dass Essen auch süchtig machen kann, ist alles andere als neu. Doch jetzt wollen amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben, welches Essen unsere Gelüste ins Unermessliche steigen lässt. Überraschender Weise lautet die Antwort nicht Schokolade.

Kokain, Heroin und Burger

Wenn Essen süchtig machen kann, so die Argumentation der Wissenschaftler, dann müsse es sich in eine allgemeine Sucht-Skala eintragen lassen können. Zusammen mit Koks, Heroin und anderen Drogen. Kein Scherz! Denn letztendlich ist Sucht gleich Sucht. Zumindest laut der Definition. Denn suchterregend ist etwas,was zu Kontrollverlust über den Verbrauch, zu einer weiteren Verwendung trotz negativer Konsequenzen führt und das man trotz des Wunsches nicht sein lassen kann.

An der Studie nahmen 504 Probanden teil. Gemeinsam wollten sie herausfinden, welchem Lebensmittel man am schwersten Widerstehen kann.

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Die Studie: Welche Lebensmittel machen uns wirklich süchtig?

Selbstverständlich kann es die verschiedensten Gründe für Übergewicht geben, doch einige Nahrungsmittel können eine süchtigmachende Reaktion auslösen und so unbewusst und unbeabsichtig zu Adipositas führen. Dies herauszufinden, war zumindest die Motivation der Wissenschaftler Erica Schulte und Dr. Ashley Gearhardt von der "University of Michigan".

Dafür mussten sie die "Yale Food Addiction Scale" (zu deutsch: "Yale Essenssucht Skala") von 120 Studenten auswerten, bei deren Entwicklung Gearhardt federführend war. Ziel war es, die Substanzabhängigkeit der einzelnen Nahrungsmittel zu bestimmen. Die Teilnehmer bekamen dann 35 Bilder gezeigt, die jeweils zwei Lebensmittel zeigten. Die Studenten mussten sich entscheiden, welches wohl eher ein esssüchtiges Verhalten auslösen könne.

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