15.08.2015, 08.00 Uhr

Sommerzeit ist Grillzeit: 10 Tipps für gesundes Grillen

Von news.de-Volontärin Conny Rädel

Mit diesen 10 Tipps genießen Sie ein gesundes Grillvergnügen.

Mit diesen 10 Tipps genießen Sie ein gesundes Grillvergnügen. Bild: Photographee.eu/Fotolia

Sommerzeit ist Grillzeit. Es gehört zu den größten Hobbies der Deutschen, im Sommer mit Familie und Freunden zu grillen. Wir haben für Sie 10 Tipps für gesunden Grill-Spaß.

1. Benutzen Sie einen Elektro-Grill

Besonders der Rauch, der bei offenem Feuer entsteht, enthält krebserregende Giftstoffe. Deshalb lohnt es sich, auf einen Elektrogrill umzusteigen. Die giftigen Stoffe im Rauch können gar nicht erst entstehen. Und das Grillen geht auch schneller: Es dauert nicht so lange wie bei Holzkohle, bis der Elektrogrill startklar ist. Das Gleiche gilt für den Gasgrill. Auf den rauchigen Geschmack müssen sie auch nicht verzichten. Den können sie mit speziellen Barbecue-Saucen erzielen, ganz ohne krebserregende Stoffe. Können Sie absolut nicht auf die Holzkohle verzichten, sollte diese aus unbehandeltem Holz sein.

2. Benutzen Sie Grillschürze und -besteck

Ein Grill strahlt eine enorme Hitze ab, im Sommer nicht unbedingt ein schöner Nebeneffekt des Grillens. Verwenden Sie immer Grillbesteck und am besten noch eine Grillschürze, um Verbrennungen zu vermeiden. Denn ansonsten kann der Spaß ganz schnell ein Ende haben.

3. Aluschalen machen das Grillen nicht nur gesünder, sondern auch praktischer

Das Grillgut auf Alufolie oder Alugrillschalen zu legen, lohnt sich gleich doppelt. Einerseits wird verhindert, dass Fett oder Marinade in die Glut tropfen und ungesunder Rauch entstehen kann. Andererseits ist es eine echte Erleichterung nach dem Grillen: Einfach die Aluschale wegwerfen und kurz über den Rost wischen, anstatt ihn ewig zu schrubben.

4. Verwenden Sie kein gepökeltes Fleisch

Sie werden es schon vermuten: Das in Pökelfleisch enthaltene Nitritsalz bildet bei starker Hitze krebserregende Stoffe, Nitrosamine genannt. Beim Grillen heißt es also Bockwürste, Kassler, Leberkäse und ähnliche Fleischsorten komplett vermeiden. Entsprechend sollten Sie auch daran denken, das Grillgut nicht vor dem Grillen zu salzen.

5. Ziehen Sie mageres Grillfleisch vor

Sie sollten weißes Fleisch rotem vorziehen. Pute oder Hühnchen enthalten nicht nur weniger Fett, sondern sind auch leichter verdaulich und produzieren weniger Säfte auf dem Rost. Auch mageres Rindfleisch ist eine gute Wahl..

6. Das Fleisch sollten Sie nicht übergießen

Für viele gehört es einfach dazu: das Übergießen des Fleischs mit Marinade, Bratensaft, Saucen oder Bier. Wenn sie aber trotz unseres ersten Tipps nicht auf die offene Glut verzichten wollen, sollten sie wenigstens das Übergießen sein lassen. Die Säfte tropfen in die Glut und produzieren dabei einen blau-grauen Rauch, der ebenfalls krebserregend ist. So entstehen durch das Verbrennen von Fettsäuren polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Auch bei Elektro- und Gasgrill entsteht der gefährliche blau-graue Rauch, wenn Marinade und Co. verbrennen. Tropfen Sie mariniertes Fleisch ab, damit möglichst wenig krebserregende Rückstände entstehen.

7. Die richtige Marinade kann Sie vor Krebserregern schützen

Der amerikanische Wissenschaftler J. Scott fand heraus, dass Marinaden, die Antioxidantien und Radikalfänger enthalten, die Entstehung von krebserregenden Hetrozyklischen Aminen (HCA) um bis zu 87 Prozent reduzieren können. Solche Antioxidantien und Radikalfänger sind in Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Knoblauch oder Oregano. Nutzen Sie gründsätzlich diese Kräuter, um ihr Grillfleisch einzulegen.

8. Welche Öle und Fette für die Marinade?

Wenn Sie gesund grillen wollen, solten Sie auf zusätzliche tierische Fette und Eiweiße verzichten. Das heißt Butter, Schmalz, Mayo und Aioli sollten Sie weglassen. Benutzen Sie lieber Oliven-, Raps-, Erdnuß- oder Traubenkernöl. Sonnenblumen- und Distelöl sollten Sie lieber auch meiden.

9. Die Abwechslung macht's

Nicht nur Fleisch ist gegrillt lecker: Gut gewürzt sind Gemüseschnitzer aus Aubergine, Pilzen und Zwiebeln unheimlich lecker. Meeresfrüchte wie Scampi und Tintenfisch lassen sich sehr gut grillen und sind leichter verdaulich als Fleisch. Schauen Sie etwas von den Bewohnern des Mittelmeerraums ab: Dort gibt es Grillgemüse sehr oft, wenigstens als leckere Beilage.

10. Vorsicht mit dem Gasgrill!

Besonders leicht kommt es zu Verletzungen mit einem Gasgrill. Er sollte nur im Freien benutzt werden und auf festem Untergrund stehen. Stellen Sie unbedingt sicher, dass während und nach dem Grillen kein Gas unnötig austritt.

Jetzt können Sie gesund drauflos grillen! Nur eine Sache noch, die aber eigentlich selbstverständlich ist: Essen Sie nichts Verkohltes. Wenn Ihnen doch etwas anbrennen sollte, schneiden Sie die schwarze Stelle großzügig weg.

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räc/zij/news.de
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