06.04.2015, 07.30 Uhr

Pestizide in Lebensmitteln: Achtung giftig! So verpestet ist unser Essen

Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz

Ein Landwirt versprüht Pflanzenschutzmittel auf einem Feld (Archivfoto vom 14.10.2008).

Ein Landwirt versprüht Pflanzenschutzmittel auf einem Feld (Archivfoto vom 14.10.2008). Bild: dpa

Das deutsche Zentrum der Gesundheit schlägt Alarm. Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau ist immer öfter stark mit Pestiziden belastet. Dabei handelt es sich um chemische Pflanzenschutzmittel, die eingesetzt werden, um Schädlinge zu vernichten. Doch mittlerweile belegen Studien, dass Pestizide in Nahrungsmitteln uns chronisch krank machen können.

Pestizide lösen Krebs, Diabetes und Alzheimer aus

Krebs, Diabetes, Asthma – ja sogar Parkinson und Alzheimer sollen durch Pestizide im Essen ausgelöst werden. In der englischsprachigen Datenbank „Beyond Pesticides" können Verbraucher nachlesen, welche Krankheiten durch die giftigen Pflanzenschutzmittel hervorgerufen werden. Dort können Sie aus einer langen Listen einzelne Pestizide auswählen und ganz genau sehen, welche Krankheit jenes Gift auslöst und auch welche Auswirkung das Pestizid auf die Umwelt hat – etwa die Vergiftung von Vögeln, Bienen und Fischen oder des Grundwassers.

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Auch Greenpeace warnt vor Pestiziden im Essen. Der flächendeckende Einsatz dieser chemischen Mittel in der Landwirtschaft habe verhängnisvolle Auswirkungen. Die Gifte lagern sich in den Fettgeweben von Menschen und Tieren ab. Die Organismen werden mit hohen Schadstoffkonzentrationen belastet, die nicht nur das Hormonsystem verändern, sondern sogar das Erbgut beeinträchtigen können, erklärt Greenpeace.

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Jährlich werden 30.000 Tonnen Pestizide in Deutschland versprüht

Die Umweltorganisation hat eine Liste mit mehr als 450 weltweit eingesetzten Pestiziden veröffentlicht, deren Einsatz besonders gefährlich für Umwelt und Gesundheit ist. Ein Drittel dieser Gifte ist, so erklärt es Greenpeace, auch in Europa im Einsatz. 30.000 Tonnen reine Pestizidchemikalien werden demnach jedes Jahr allein in Deutschland versprüht.

Zum Teil werden diese auch kombiniert eingesetzt, um Resistenzen bei Schädlingen zu umgehen. Dieser Kombi-Einsatz von Pestiziden führt dazu, dass unser Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau sogar mehrfach mit Giften verseucht ist. Gleiches gelte bei der Fischzucht. Die Belastungen seien so hoch, dass vor allem die Gesundheit von Kindern gefährdet sei.

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Greenpeace empfiehlt. Nur Bio-Produkte sind sicher

Wie Greenpeace erklärt, werde nur im Biolandbau auf künstliche Pestizide verzichtet. Verbraucher, die Bio kaufen, seien vor Giften in Obst und Gemüse sicher. Giftige Rückstände seien bei Bio die Ausnahme. Allerdings gelte immer: Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich reinigen.

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boi/zij/news.de
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