24.07.2014, 08.00 Uhr

Gehör wirksam schützen: Hier gibt's was auf die Ohren!

Kaum ein Sinnesorgan ist so komplex und empfindlich wie das Gehör. Das Trommelfell fängt dabei zunächst eingehende Schallwellen auf und leitet sie zunächst an die Gehörknöchelchen weiter, von wo aus sie dann ins Innenohr gelangen. Dort werden sie in elektrische Impulse umgewandelt, welche schließlich an das Gehirn weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich um einen hochkomplizierten und fein abgestimmten Vorgang, der vom kaum wahrnehmbaren Summen einer Mücke über feine Harmonien eines Musikstücks bis hin zu lautem Dröhnen von Baumaschinen die verschiedensten Sinneseindrücke wahrnehmen lässt.

Egal, ob der Partner schnarcht oder die Nachbarn feiern - Lärm verfolgt uns überall und kann auch im Schlaf nicht ausgeblendet werden. Ohrstöpsel können für die dringend benötigte Ruhe sorgen.

Egal, ob der Partner schnarcht oder die Nachbarn feiern - Lärm verfolgt uns überall und kann auch im Schlaf nicht ausgeblendet werden. Ohrstöpsel können für die dringend benötigte Ruhe sorgen. Bild: djd/BioEars/thx

Lärm kann die Ohren schädigen

Die Hörorgane des Menschen müssen allerdings auch zahlreiche negative Einflüsse ertragen und können von Nässe, Zugluft, Druckschwankungen oder Lärm geschädigt werden. Vor allem Lärm ist mittlerweile zu einem regelrechten Umweltproblem geworden, denn Lärm verfolgt den Menschen nahezu überall: Sei es der brausende Verkehr unter dem eigenen Fenster, der Streit der Nachbarn, laute Musik, kläffende Hunden oder der schnarchende Partner im Bett. Das kostet nicht nur starke Nerven - Krach, wie er auf Baustellen, Rockkonzerten oder bei startenden Flugzeugen entsteht, kann die Ohren sogar direkt schädigen und langfristig das Hörvermögen schwächen. Ein guter Ohrenschutz ist deshalb durchaus sinnvoll und wichtig. Einfach und effektiv lässt sich das Gehör etwa mit Ohrstöpseln schützen. Diese bestehen aus weichem Silikon und sind antimikrobiell beschichtet. Sie lassen sich zudem sehr leicht einführen und halten die unerwünschten Schallwellen trotzdem sicher fern.

Unbeschwerter Badespaß gehört zum Sommer dazu. Für die Ohren ist das Chlor- oder Meerwasser allerdings häufig belastend.

Unbeschwerter Badespaß gehört zum Sommer dazu. Für die Ohren ist das Chlor- oder Meerwasser allerdings häufig belastend. Bild: djd/ClearEars/thx

Ein Schutz vor Wasser und Wind

Neben Lärm können im Übrigen auch andere Umwelteinflüsse wie Wasser oder Wind auf die Ohren schlagen. Deshalb sind stechende Schmerzen oft die Folge von Touren mit einem Boot oder einem Cabrio, aber auch von Spaziergängen an einem Strand, an dem starker Wind tost. Als sehr unangenehm erweist sich oft auch die Schwimmbad- oder Bade-Otitis. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Entzündung der Ohren, die oft als Folge von ausgiebigem Baden im Meer oder im Pool auftreten. In diesem Fall dringen Pilze und Bakterien in die Haut ein, die vom Wasser aufgeweicht wurde und deshalb schlechter geschützt ist. In der Wärme des menschlichen Körpers vermehren sich die Bakterien besonders schnell. Als Folge treten Juckreiz, Schmerzen, Rötung und ein Hitzegefühl auf. Häufig lässt sich das Problem nur mit einem Antibiotikum lösen. Silikonstöpsel können daher ebenfalls vorbeugend wirken, weil sie das Wasser aussperren. Wichtig ist das vor allem bei Kindern mit sogenannten Paukenröhrchen. Wer lieber mit geöffneten Ohren zum Schwimmen geht, sollte sie zumindest sorgfältig trocknen, wenn er sein Bad beendet hat.

Damit der Druck keine Chance hat

Auch ein starker Druckunterschied kann die Ohren belasten, worunter viele Reisende beim Start oder der Landung ihres Urlaubsfliegers leiden. Über die Eustachische Röhre - auch Ohrtrompete genannt -, wird der Druck normalerweise ausgeglichen. Diese verbindet das Mittelohr mit dem Rachenraum. Doch wenn die Nasenschleimhäute beispielsweise wegen Allergien, trockener Luft oder Schnupfen angeschwollen sind, kann dieser Druck nicht mehr ausgeglichen werden. Dann können Schwindel oder Schmerzen auftreten. Besonders häufig betroffen sind hiervon Kinder, weil bei ihnen die Ohrtrompete noch sehr eng ist und schnell verstopfen kann. Bei einem leichteren Fall kann Schlucken, Gähnen oder Kauen helfen, aber auch kleine Ohrstöpsel mit Keramikfilter, die den Druck kontrolliert ausgleichen. Das kann nicht nur beim Fliegen helfen, sondern auch bei Fahrten mit dem Auto oder im Zug, wenn diese durch das Gebirge oder einen Tunnel fahren.

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loc/news.de/djd
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