09.03.2018, 14.01 Uhr

Nasenbluten stoppen: Was hilft bei Nasenbluten wirklich?

Nasenbluten ist nervig - umso wichtiger, dass es schnell gestoppt wird.

Nasenbluten ist nervig - umso wichtiger, dass es schnell gestoppt wird. Bild: iStock

Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe

Jeder von uns hat es mindestens einmal im Leben durchgemacht: Ein kräftiger Nieser, zu heftiges Naseputzen, und schon beginnt die Nase zu bluten. Viele Betroffene verfallen schnell in Panik - doch was ist der effektivste Weg, die nervige Blutung zu stoppen?

Wie entsteht Nasenbluten überhaupt?

Nasenbluten stellt sich ein, wenn die feinen Kapillargefäße in der Nasenschleimhaut verletzt werden. Die dünnen Blutgefäße haben in dem Riechorgan eine wichtige Funktion: Sie wärmen die Atemluft auf ihrem Weg in die Lunge vor. In den meisten Fällen ist Nasenbluten harmlos - oftmals tritt es als Begleiterscheinung von Erkältungen oder grippalen Infekten auf, wenn die Nasenschleimhaut ohnehin gereizt ist.

Sobald die Nase austrocknet, sei es durch trockene Heizungsluft oder die kalten Temperaturen im Winter, steigt auch das Risiko für Nasenbluten. Nicht zuletzt können auch bestimmte Medikamente zu Nasenbluten führen, wenn sie die Blutgerinnung beeinflussen. Gesunde Menschen müssen jedoch nicht in Panik verfallen: Der Blutverlust ist minimal, gesundheitliche Folgen sind in der Regel nicht zu befürchten.

Nasenbluten kann auch gefährlich sein

Mitunter kann Nasenbluten auch zu Komplikationen führen. Wer in regelmäßigen Abständen Nasenbluten aus heiterem Himmel hat oder sich die Blutung auch nach 20 Minuten nicht stoppen lässt, sollte einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn die Blutung nicht nur aus einem, sondern aus beiden Nasenlöchern auftritt. Diese Symptome können auf Erkrankungen wie Arteriosklerose oder erhöhten Blutdruck hinweisen oder ein Zeichen sein, dass Blutgerinnungsstörungen vorliegen.

Was stoppt Nasenbluten am schnellsten?

Soviel zu den Ursachen - doch wie lässt sich Nasenbluten nun am schnellsten stoppen? Aus Kindertagen kennen viele von uns noch die Methode, einen nassen Lappen in den Nacken zu legen und den Kopf nach hinten zu beugen. Andere behaupten wieder, dass es viel besser sei, den Kopf nach vorn zu neigen. Welche Methode ist nun besser?

Bloß nicht Kopf in den Nacken legen!

Wer bei Nasenbluten den Kopf in den Nacken legt, geht das Risiko ein, dass das Blut in den Rachen abfließt und in den Magen gelangt. Bei kleineren Blutungen ist das meist kein Problem - kommt jedoch eine größere Menge Blut in den Verdauungstrakt, kann das Übelkeit hervorrufen. Deshalb ist es sicherer, bei Nasenbluten leicht vornüber gebeugt zu sitzen und durch den Mund zu atmen. Der nasse Waschlappen im Nacken ist jedoch nach wie vor eine gute Idee - durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, das Nasenbluten hört meist schneller auf.

Sinnvoll ist es außerdem, die Nasenflügel einige Minuten lang zusammenzudrücken - allerdings sollten Sie das nicht tun, wenn die Nase nach einem Schlag oder ähnlichem angefangen hat zu bluten, hier ist das Risiko zu groß, dass die Nase gebrochen ist. Ist die Blutung erst einmal gestoppt, sollten Sie einige Stunden darauf verzichten, die Nase zu schnäuzen - sonst ist das Nasenbluten schneller wieder da, als Ihnen lieb ist.

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fro/kad/news.de
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