20.06.2018, 16.06 Uhr

Gewichtszunahme in Schwangerschaft: Keine Angst vorm Babybauch! So bekommen Sie Ihre alte Figur zurück

Jede dritte Frau hat Angst, auch nach der Schwangerschaft mit einem dicken Bauch kämpfen zu müssen.

Jede dritte Frau hat Angst, auch nach der Schwangerschaft mit einem dicken Bauch kämpfen zu müssen. Bild: dpa

Fast jede dritte Frau in Deutschland befürchtet, dass sich eine Schwangerschaft negativ auf ihre Figur auswirken könnte. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung. So steht bei 30,1 Prozent der Frauen die Angst im Raum, durch das Stillen des Babys einen Hängebusen zu bekommen. 26,2 Prozent glauben zudem, dass sie nach einer Geburt ihr Gewicht nicht mehr in den Griff kriegen. Für die Umfrage im Auftrag des Magazins "Baby und Familie" wurden 1109 Frauen befragt.

Zu schnelles Abnehmen nach der Schwangerschaft schlecht fürs Stillen

Um die veränderten Rundungen, die eine Schwangerschaft nun einmal mit sich bringt, möglichst schnell nach der Entbindung wieder loszuwerden, setzen sich viele Frauen unter Druck. Doch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) warnt, dass sich zu schnelles Abnehmen nach der Geburt negativ aufs Stillen auswirken kann. Gewöhnlich dauert es drei bis sechs Monate, bis die frischgebackenen Mütter das überflüssige Gewicht wieder verloren haben.

Viele Schwangere haben Angst: Gewichtszunahme in Schwangerschaft ist notwendig

Grundsätzlich ist während der Schwangerschaft eine Gewichtszunahme notwendig, denn der Mutterleib muss das heranwachsende Baby ernähren. Ein Teil der Körpermasse verschwindet gewöhnlich wieder, sobald das Kind geboren ist. "Oftmals bewirken die zusätzlichen Anstrengungen nach der Geburt - das Stillen und Versorgen des Neugeborenen -, dass auch die weiteren Pfunde wie von selbst dahinschmelzen", sagt IQWiG-Leiter Peter Sawicki. "Etwa die Hälfte aller Frauen verliert das zugenommene Gewicht jedoch nicht so schnell."

Wer 1 Jahr nach der Geburt sein Normalgewicht nicht erreicht, bleibt übergewichtig

Das Institut analysierte Studienresultate und die jüngst veröffentlichten US-Leitlinien. Demnach bleiben Frauen, die während der Schwangerschaft übergewichtig geworden sind oder deren Übergewicht zugenommen hat, eher langfristig übergewichtig, wenn sie sechs Monate oder ein Jahr nach der Geburt ihr Normalgewicht nicht wieder erreicht haben.

Wie die Figur halten in der Schwangerschaft?

"Gewichtsprobleme nach der Geburt zu vermeiden, heißt sich bereits während der Schwangerschaft ausgewogen und gesund zu ernähren", sagt Sawicki. Wer zu Übergewicht neige, solle in der Schwangerschaft nicht "für zwei" essen. Zwar brauchen Frauen für die eigene Gesundheit und die des Babys eine ausreichende Ernährung, aber man solle es mit dem Essen nicht übertreiben. Weil aber laut verschiedener Studien ein anstrengendes Sportprogramm kurz nach der Geburt nicht zu zusätzlichem Gewichtsverlust führe, könnten Frauen die ersten und oft sowieso stressigen Wochen ohne schlechtes Gewissen etwas ruhiger angehen.

Babybauch klein halten - Ausgewogene Ernährung für langsame Ausdehnung

Frauen, die während der Schwangerschaft zu viele Pfunde auf den Hüften haben, kämpfen aber nicht nur mit dem Gewicht, sondern in vielen Fällen auch mit Schwangerschaftsstreifen. Grund dafür ist, dass bei einer zu schnellen Zunahme das Bindegewebe überdehnt wird. Dann reißen Fasern und im Unterhautfettgewebe entstehen Narben. Um bleibende Streifen zu vermeiden, helfe ebenfalls eine ausgewogene Ernährung, damit der Babybauch nicht zu schnell wächst und das Bindegewebe genügend Zeit hat, sich auszudehnen.

Reißen die Fasern, werden rötliche, mehr oder weniger breite Streifen sichtbar, die sich vor allem auf Bauch, Brust, Gesäß und Oberschenkel abzeichnen. Sie verblassen zwar später wieder, helle Hautpartien bleiben aber bestehen. Das ist allerdings nur ein kosmetisches Problem.

Wie viel Gewichtszunahme ist normal in der Schwangerschaft?

Eine Gewichtszunahme von insgesamt zehn bis 15 Kilogramm sind laut dem Berufsverband der Frauenärzte (BVF) über die gesamte Schwangerschaft verteilt normal. Um den individuell akzeptablen Wert zu ermitteln, legt eine Frau ihren sogenannten Body-Mass-Index (BMI) vor der Schwangerschaft zugrunde. Dazu wird das Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Bei 65 Kilogramm auf 1,65 Meter liegt der BMI also bei rund 24.

Ist der BMI kleiner als 19,8, darf die Gewichtszunahme 12,5 bis 18 Kilogramm betragen. Bei einem BMI zwischen 19,8 bis 26 sollte sie nicht über 11,5 bis 16 Kilo liegen. Und bei einem hohen BMI über 26 sind sieben bis 11,5 Kilo erlaubt, so der Verband.

So kann man Schwangerschaftsstreifen vermeiden / gering halten

Neben mäßigem Zunehmen helfen Gymnastik, Wechselduschen, Zupf- und Knetmassagen ab der Frühschwangerschaft, um die unschönen Streifen zu vermeiden oder zumindest gering zu halten. Eine Garantie dafür, dass überhaupt keine Streifen auftreten, gebe es aber nicht.

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kat/ham/kns/news.de
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