50 Jahre japanische Autos in Deutschland

Die Zukunft des Automobils? Schwer zu sagen, doch Toyota sieht sie im Mirai. Das Besondere an ihm: Er wird von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben. Das Problem ist jedoch die fehlende Infrastruktur.

Die Zukunft des Automobils? Schwer zu sagen, doch Toyota sieht sie im Mirai. Das Besondere an ihm: Er wird von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben. Das Problem ist jedoch die fehlende Infrastruktur.

Der MX-5 von Mazda - eines der erfolgreichsten und vor allem spaßigsten Autos, die uns die Japaner bescherten. Weitere Modelle finden Sie in dieser Bilderstrecke. Angefangen hat alles vor 50 Jahren mit diesem schmucken Winzling, dem Honda S800. Dem ersten Wagen aus japanischer Produktion, der offiziell in Deutschland angeboten wurde. Und per Schiff im Jahr 1967 den Weg zu uns fand. Seit 1971 hat Toyota den Corolla bei uns im Programm. Mit ein paar Unterbrechungen und Umwidmungen. Er ist übrigens das meistgebaute Automodell der Geschichte. Wenn man nicht zu strenge Maßstäbe hinsichtlich Wechsel der Antriebsform etc. anlegt. Der 240 Z von Datsun wurde ab 1973 in Deutschland angeboten. Die Marke selbst gibt es heute hierzulande nicht mehr, sie gehört zu Nissan. Das schnittige Coupé wurde zu einem weltweiten Verkaufserfolg. Von einer speziellen Maschine wird der Mazda RX-7 angetrieben, den es seit Ende der 1970er Jahre gibt: Ein Wankelmotor sorgt für den Vortrieb des Sportlers. In eine ganz andere Richtung geht es beim Suzuki LJ80, der ursprünglich für die australische Armee entwickelt wurde. Ab 1980 gibt es den Bonsai-Geländewagen zu kaufen. Man könnte ihn auch als Vorläufer der heutigen Mini-SUVs bezeichnen. Auch Isuzu zeigt in Deutschland Präsenz in der Geländewagenklasse, jedoch eine Stufe höher als der kleine Suzuki. Der Trooper ist allerdings nur ein zeitlich begrenztes Phänomen. Großen Erfolg beschert der Pajero Mitsubishi ab Beginn der 1980er Jahre in Deutschland. Kantiges Design und robuste Technik begeistern die Käufer. Bis die SUV-Welle ihm den Garaus machte. Sport muss nicht teuer sein, wie der Honda CRX von 1983 beweist. Er ist kompakt, stabil und preisgünstig. Und in der Vor-Turbo-Zeit mit zumeist hochdrehenden Motoren ausgestattet. In den USA verkauft Mazda ab 1989 diesen Wagen unter den Namen Miata. In Deutschland firmiert er unter MX-5. Heute ist er der wohl meistgebaute Roadster der Welt und noch immer, wenn auch in einer anderen Version, ein Spaßgarant. Einer ganz anderen Gattung gehört der Daihatsu Cuore an. In Deutschland wurde der Mini seit 1981 verkauft, inzwischen ist das kleine Raumwunder leider vom Markt verschwunden. Mit dem RAV 4 schwappte 1994 die SUV-Welle nach Deutschland. Zunächst war er hier äußerst erfolgreich, später zogen alle anderen Autohersteller nach und machten dem Original den Verkaufserfolg schwer. Mit dem Prius gelang es Toyota, den Hybrid für den Massenmarkt tauglich zu machen. Hier im Bild ist ein Wagen der zweiten Generation zu sehen, die es ab 2003 in Deutschland gab. Noch heute baut Toyota mit Abstand die meisten Hybridmodelle weltweit. Doch japanische Autos müssen nicht zwangsläufig brav oder vernünftig sein, wie der Subaru Impreza ab 2005 beweist. Das Design ist konservativ, was der Wagen in speziellen Ausführungen jedoch auf den Rallyepisten der Welt leistet, begeistert. Seit 2008 lebt Gozilla auch in Deutschland. Gozilla? Ja, denn das ist der Spitzname des Nissan GT-R. Dem einzig wahren potenten Sportwagen aus Japan. Die aktuelle Version hat 550 PS unter der Haube und bereitet Porsche-Fahrern Albträume... Auch Mitsubishi hatte seinen Nissan steckte hierzulande im Verkaufstief - bis 2007 der Qashqai ins Programm aufgenommen wurde. Das Soft-SUV wurde sofort zum Verkaufsschlager. Die Zukunft des Automobils? Schwer zu sagen, doch Toyota sieht sie im Mirai. Das Besondere an ihm: Er wird von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben. Das Problem ist jedoch die fehlende Infrastruktur. Schon vor gut 25 Jahren gab es einen NSX von Honda - damals war er seiner Zeit weit voraus. Auch die Neuauflage aus dem Jahr 2016 überzeugt mit spannender Technik. Drei Elektromotoren plus Verbrenner sorgen für eine Systemleistung von 581 PS!
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