So werden Hitlers Monumente heute genutzt

Hitlers Größenwahn spiegelt sich auch im Flughafen Berlin-Tempelhof wieder. Für seine Welthauptstadt Germania musste ein entsprechender Flugplatz her.

Hitlers Größenwahn spiegelt sich auch im Flughafen Berlin-Tempelhof wieder. Für seine Welthauptstadt Germania musste ein entsprechender Flugplatz her. Der Architekt Ernst Sagebiel stellte das Monument von 1938 bis 1941 fertig. Sechs Millionen Passagiere sollten hier jedes Jahr in dem 1,2 Kilometer langem Gebäude transportiert werden. Das letzte Flugzeug startete 2008 von Berlin-Tempelhof. Über eine Neunutzung herrschen unklare Meinungen. Von Internationale Bauausstellung, Parknutzung und einem Forum für Kultur, Medien und Kreativität ist alles im Gespräch.

Hitlers Größenwahn spiegelt sich auch im Flughafen Berlin-Tempelhof wieder. Für seine Welthauptstadt Germania musste ein entsprechender Flugplatz her. Die jetzige Hochschule für Musik und Theater in München war bis 1945 der NSDAP-Führerbau. Die Freilichtbühne Loreley in Rheinland-Pfalz ist ein Nazi-Bauwerk. Sie wurde als eine Feier- und Thingstätte für politische Kundgebungen und Propagandaveranstaltungen errichtet. Heute finden hier unter anderem Openair-Konzerte und -festivals statt. Die Klosterabtei Münsterschwarzach ist das größte sakrale Bauwerk der Nationalsozialisten. Von 1935 bis 1938 wurde es durch Benediktiner-Mönche wieder aufgebaut und 1941 durch die Nazis enteignet und als Lazarett genutzt. Auf Rügen steht wohl eines der größten Relikte der NS-Zeit. Im Seebad Prora sollte auf einer Länge von fünf Kilometern eine Erholungsanlage für 20.000 Gäste entstehen. Heute ist sie vor allem durch die Karl-May-Spiele bekannt, doch auch die Vergangenheit der Freilichtbühne in Bad Segeberg ist auf die Nationalsozialisten zurückzuführen. Die Zeppelintribüne in Nürnberg war Bestandteil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Hier hat Adolf Hitler zu den Massen gesprochen. Heute bietet das Gelände hervorragende Bedingungen für Skater. Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 erbauten die Nationalsozialisten das Olympiastadion in Berlin. Doch Adolf Hitler mochte das Stadion überhaupt nicht, er fand es zu filigran und zu klein. Adolf Hitler erhielt den «Adlerhorst» als Geschenk zu seinem 50. Geburtstag von der NSDAP. Das Kehlsteinhaus in Obersalzberg liegt in einer Höhe von 1820 Metern. Das NSDAP-Kongresszentrum sollte 50.000 Menschen Platz bieten. Ursprünglich sollte das Bauwerk eine Höhe von 70 Metern erreichen. Doch es schaffte es nur auf 39.
Weitere Fotostrecken Zurück zum Artikel