Diese Tiere fressen Menschen

Den Weltrekord im Töten von Menschen hält ein Bengalischer Tiger, der im westlichen Nepal um 1900 sein Terrorregime etablierte. 436 Menschen tötete die Raubkatze, bevor sie schließlich vom Großwildjäger Jim Corbett zur Strecke gebracht wurde.

Den Weltrekord im Töten von Menschen hält ein Bengalischer Tiger, der im westlichen Nepal um 1900 sein Terrorregime etablierte. 436 Menschen tötete die Raubkatze, bevor sie schließlich vom Großwildjäger Jim Corbett zur Strecke gebracht wurde.

Den Weltrekord im Töten von Menschen hält ein Bengalischer Tiger, der im westlichen Nepal um 1900 sein Terrorregime etablierte. 436 Menschen tötete die Raubkatze, bevor sie schließlich vom Großwildjäger Jim Corbett zur Strecke gebracht wurde. Die aufsehenerregendste Tigerattacke fand in Las Vegas statt. Die Tiger-Magier Siegfried  Roy standen wie jedem Abend auf der Bühne. Doch ausgerechnet an seinem 59. Geburtstag wurde Roy von seinem Tiger Montercore angegriffen. Auch Löwen nehmen gern ein Menschenmahl: Allein in Tansania werden jedes Jahr 100 Personen von den Raubtieren getötet und verspeist. Leoparden haben einen differenzierten Speiseplan. Manchmal stehen auch Menschen auf der Karte. Hyänen ernähren sich keineswegs nur von Aas. Die Tüpfelhyäne etwa hat ein Faible für lebendige Afrikaner, die nachts aufgrund großer Hitze im Freien schlafen. Der Wolf hat ein Imageproblem, nicht erst seit der Sache mit Rotkäppchen, so der Biologe Mario Ludwig. Imageproblem hin oder her: Manchmal allerdings wittern Wölfe fette Beute – und werden aggressiv. So musste der Erste Weltkrieg kurzzeitig unterbrochen werden, weil deutsche und russische Front derart massiv von Wolfsrudeln angegriffen wurden. Bären waren vor wenigen Jahrhunderten überall in Europa zu finden. Dann wurden Wälder abgeholzt und Jagd auf die pelzigen Räuber gemacht. Heute gibt es Versuche, Bären wieder anzusiedeln – so wie Bruno. In den USA und Kanada dagegen gehören Grizzlys dagegen zum Alltag. Immer wieder kommt es deshalb auch zu tödlichen Angriffen der bis zu 600 Kilo schweren Bären auf Menschen. Eisbären sind die größten Landraubtiere – 800 Kilo schwer, drei Meter lang. Vor allem im kanadischen Städtchen Churchill kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Menschen. Komodowarane gelten als die letzten menschenfressenden Drachen. Die Echse hat Giftdrüsen wie eine Schlange. Auch Krokodile gönnen sich ab und an einen menschlichen Happen. Gustave, ein Krokodil aus Burundi, hat sich mit geschätzten 300 Menschen in die Champions League der Menschenfresser vorgearbeitet. Alle Versuche, das Tier zu fassen, scheiterten bislang. Es gibt vier Schlangenarten, die es schaffen, einen Menschen am Stück herunterzuschlucken: Anakonda, Netzpython, Tigerpython und Nördliche Felspython. Der Weiße Hai ist vor allem durch den Horrorfilm von Steven Spielberg zum Menschenfresser stilisiert worden, seine Gefahr wird überschätzt. Piranhas sind klein, blutrünstig und böse – oder? Das für den Menschen gefährlichste Tiere ist allerdings klein und unscheinbar: Die Anophelesmücke hat mehr Menschen auf dem Gewissen als jedes andere Tier. Sie überträgt Malaria, daran sterben eine Million Menschen pro Jahr.
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