Wann die Welt in Deutschland untergeht

Stürme: Kyrill kam und knickte im Januar 2007 alles um, was nicht niet- und nagelfest war. Alle 20 Jahre tritt ein Sturm wie Kyrill in Deutschland auf.

Stürme: Kyrill kam und knickte im Januar 2007 alles um, was nicht niet- und nagelfest war. Der Orkan rauschte mit bis zu 225 Stundenkilometern über Mitteleuropa und riss 47 Menschen in den Tod, ließ das öffentliche Leben stillstehen und verursachte Schäden in Milliardenhöhe. Alle 20 Jahre tritt ein Sturm wie Kyrill in Deutschland auf. Trotzdem sind brausende Winde die größte Naturkatastrophe, die in Deutschland vorkommt: Drei Viertel aller Schadensersatzzahlungen werden wegen Sturmschäden gezahlt.

Stürme: Kyrill kam und knickte im Januar 2007 alles um, was nicht niet- und nagelfest war. Alle 20 Jahre tritt ein Sturm wie Kyrill in Deutschland auf. Die Behörden klassifizieren Hochwasser nach ihrer Wahrscheinlichkeit: Das Elbe-Hochwasser im Jahr 2002 gilt als Jahrhunderthochwasser. Statistisch könnte eine solche Flut also bereits in 90 Jahren wieder passieren. Erdbeben: Im Schnitt tritt in Deutschland alle zehn Jahre ein Beben der Stärke 5,1 auf. Super-Gau: Das Risiko für einen katastrophalen Reaktorunfall ist Mainzer Forschern zufolge größer als angenommen. Mit dem momentanen Bestand an Atomkraftwerken könne es etwa einmal in zehn bis 20 Jahren einen Gau geben. Extreme Sonnenstürme: Sie treffen die Erde etwa alle 80 Jahre, so das Fachblatt Space Weather. Zuletzt sorgte am 1. September 1859  ein solcher Sonnensturm für Polarlichter bis nach Süditalien, Kuba und Hawaii. Die Spanischen Grippe forderte zwischen 1918 und 1920 zwischen 25 und 50 Millionen Todesopfer. Eine Pandemie mit solch einer hohen Sterblichkeitsrate würde nur alle 3000 Jahre ausbrechen, sind sich Forscher sicher. Vulkanausbruch: Ein Vulkanausbruch in Deutschland erscheint unwahrscheinlich, der letzte liegt 11.000 Jahre zurück. Doch die Eifel kann zu neuem Leben erwachen. Asteorit: «Die Wahrscheinlichkeit, durch einen Asteroideneinschlag zu sterben, ist erheblich höher als die, im Lotto zu gewinnen», sagt Clark C. Chapman vom amerikanischen Southwest Research Institut.
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