Tausche Sex gegen Fleisch

Große Hoden oder großes Hirn? Bei Fledermäusen geht nur eins, wie Forscher vor einigen Jahren herausfanden. Denn die Samenproduktion verbraucht so viel Energie, dass sie für das Hirn nicht mehr reicht. Damit gehören die Flughunde zu den absoluten Machos i

Große Hoden oder großes Hirn? Bei Fledermäusen geht nur eins, wie Forscher vor einigen Jahren herausfanden. Denn die Samenproduktion verbraucht so viel Energie, dass sie für das Hirn nicht mehr reicht. Aber die Fledermausdamen sind auch selbst schuld. Denn, wie Forscher ebenfalls herausfanden, haben vor allem jene Fledermäuse große Eier und ein kleines Hirn, die häufig von ihren Partnerinnen sitzen gelassen werden. Damit gehören die Flughunde zu den absoluten Machos im Tierreich.

Große Hoden oder großes Hirn? Bei Fledermäusen geht nur eins, wie Forscher vor einigen Jahren herausfanden. Denn die Samenproduktion verbraucht so viel Energie, dass sie für das Hirn nicht mehr reicht. Damit gehören die Flughunde zu den absoluten Machos i Ebenfalls der Kategorie der Machos zuzuordnen: Riesenhaie protzen ordentlich beim Akt. 18 Liter Sperma verschießen sie bei einer Kopulation. Wer sich nur schwer eine Vorstellung davon machen kann, wie viel das eigentlich ist, sollte dem Ozeaneum in Strals Riesenkalmare - hier im Ozeaneum Stralsund - gehören zu den ganz Wilden: Die Männchen reißen den Weibachen die Haut auf und schießen unter hydraulischem Druck Samenpatronen ab. Wie die Weibchen diese anschließend befruchten, ist bisher allerdings nicht be Zaunkönige sind die Romantiker unter den Tieren: Die Pärchen sind so gut aufeinander abgestimmt, dass ihr gemeinsamer Gesang wie der eines einzelnen Vogels klingt. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wechseln sie sich ab - für das menschliche Ohr klingt es, Wer hätte es gedacht - auch Hausmäuse singen für ihre Angebetete. Bisher dachten Forscher immer, sie würden lediglich Quietschlaute von sich geben. Jetzt fanden sie heraus, dass es wesentlich mehr als das ist. Ganze Melodien piepsen die kleinen Nager. Ebenfalls der Gruppe der Romantiker zuzuordnen: Papageienpärchen bleiben ein ganzes Leben lang zusammen. Das brachte ihnen längst den Beinamen «die Unzertrennlichen» ein. Wenn das keine wahre Liebe ist: Während die Weibchen des Kaiserpinguins auf Nahunrgssuche im Polarmeer unterwegs sind, bebrütet Papa Pinguin das Ei. Mehr als zwei Monate lang trägt er es zwischen Füßen und Bauchfalte mit sich herum und hält es warm. Pünkt Alles andere als romantisch: Blattläuse sind die Praktiker unter den Liebenden. Sie tauschen Sex gegen Bakterien, die ihnen bei der Verdauung und gegen große Hitze helfen oder Larven der Schlupfwespe töten, die sie befallen. Wer hätte es gedacht - selbst Schimpansen, die uns Menschen am ähnlichsten sind, tauschen Sex gegen Ware, in diesem Fall Fleisch. Ihre Kollegen, die Bonobos, nutzen ihn sogar zur Konfliktbewältigung. Prostitution im Tierreich. Schnecken gelten gemeinhin als zweigeschlechtlich. Kein Wunder also, dass auch ihr Liebesakt mehr Akt als Liebe ist. An einem Fasen hängend tauschen die Samenpäckchen aus. Die Befruchtung übernimmt dann jede Schnecke für sich.
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