15.09.2019, 10.00 Uhr

Filmkritik: Die Fantastischen Vier: Das erwartet Fans in der Doku "Wer 4 sind"

So sieht zum Beispiel eine Jam Session bei den Fantastischen Vier aus

So sieht zum Beispiel eine Jam Session bei den Fantastischen Vier aus Bild: Kick Film GmbH/spot on news

Wie geht es hinter den Kulissen bei den Fantastischen Vier zu? Seit über 30 Jahren machen And.Ypsilon (51), Michi Beck (51), Thomas D (50) und Smudo (51) gemeinsam Musik. Regisseur Thomas Schwendemann (42) hat die Band für seinen Dokumentarfilm "Wer 4 sind", der am 15. September in die Kinos kommt, eine Weile mit der Kamera begleitet. Neben der Dynamik innerhalb der Band gibt es auch ganz private Einblicke in die Leben der vier Musiker zu sehen.

Gleich hier "Captain Fantastic" von den Fantastischen Vier nach Hause holen

Jede Menge Überraschungen

Gleich zu Beginn von "Wer 4 sind" entsteht der Eindruck, dass die Band über ihren Abschied nachdenkt. Fehlt der Motor nach über 30 gemeinsamen Jahren? "Nach der 30 reicht es auch", ist zu hören, ebenso wie: "Was willst du noch erreichen?" Schonungslos ehrlich kommt der Film daher, so gehen die Vier auch miteinander um. Da wird nicht an (Selbst)Kritik gespart. And.Ypsilon, Michi Beck, Thomas D und Smudo haben ihre ganz eigene Dynamik - da muss man als Zuschauer mehr als einmal schmunzeln.

"Wer 4 sind" folgt als rotem Faden der Entstehung des Albums "Captain Fantastic", das Ende April 2018 veröffentlicht wurde und mit dem die Band auf große Tour ging. Die Doku liefert einen detaillierten Einblick in die Arbeiten an der neuen Musik bis hin zu den Proben für das erste Konzert. Die Fantastischen Vier feilen lange am richtigen Text, da wird um jede Zeile und um jedes Wort gerungen, was zuweilen fast zur Verzweiflung bzw. Aufgabe führt. Was allerdings nicht fehlen darf: der Schnaps, bevor es losgeht.

Nicht nur im Vierergespann wird ihnen über die Schulter geschaut. Thomas Schwendemann hat auch jeden einzeln am jeweiligen Wohnort aufgesucht, die verstreut über ganz Deutschland sind. Die Fantastischen Vier gewähren intime Einblicke in ihr Privatleben und plaudern aus dem privaten Nähkästchen - Liebe, Trennung, Scheidung und Kinder inklusive. Smudo darf zum Beispiel seine Leidenschaft für den Motorsport vor der Kamera ausleben, Michi Beck ist bei der Arbeit mit seinem Modelabel Beck to Beck zu sehen, Thomas D zeigt seine Idylle in der Eifel und And.Ypsilon unterrichtet in Stuttgart Studenten im Fach Producing.

Was nicht fehlen darf: Es wird in Erinnerungen geschwelgt. Es geht zurück an den Anfang der Bandgeschichte, Meilensteine in der Karriere werden erneut zum Leben erweckt und Weggefährten kommen zu Wort. Doch auch die eine oder andere Überraschung können Fans erwarten. Denn einer ihrer Kulthits war auf der "Captain Fantastic"-Tour zunächst nicht im Song-Repertoire vorgesehen...

Fazit

"Wer 4 sind" ist ein Muss für alle Fans der "Fantas". Auch wenn die Band nach eigener Aussage oft übers Aufhören nachdenken mag, so hofft man nach dem Film, dass sie diese Gedanken noch lange nicht in die Tat umsetzt. Eines macht die Doku mehr als deutlich: And.Ypsilon, Michi Beck, Thomas D und Smudo sind eine eingeschworene Truppe, eine Einheit, die zusammengehört. Michi Beck bringt es in der Doku auf den Punkt: "Wir brauchen uns, um wahre Größe zu entwickeln."

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