29.03.2019, 12.06 Uhr

Agnès Varda ist tot: Gefeierte Regisseurin mit 90 Jahren an Krebs gestorben

Agnes Varda mit der Berlinale Kamera.

Agnes Varda mit der Berlinale Kamera. Bild: picture alliance/Britta Pedersen/dpa

Die Filmregisseurin Agnès Varda ist tot. Das bestätigte die langjährige Produzentin der Filmemacherin, Cécilia Rose, der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Varda sei am frühen Freitagmorgen gestorben. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf die Familie von Varda, sie sei einem Krebsleiden erlegen.

RegisseurinAgnès Varda ist mit 90 Jahren an Krebs gestorben

Die am 30. Mai 1928 in Belgien geboreneAgnès Varda war eine Regisseurin, Fotografin und Installationskünstlerin. Die inFrankreich aufgewachsene Filmemacherin gewann mit "Vogelfrei" 1985 den Goldenen Löwen von Venedig. Heute ist die Künstlerin, die auf der Berlinale 2019 mit der Berlinale Kamera geehrt wurde, verstorben.

Agnès Varda ging es nie ums Geld

Im Zuge ihrer letzten großen Ehrung durch die Kritik erklärte sie auf dem Berliner Festival, das Box Office - also die Einspielergebnisse an den Kinokassen - seien nicht ihre Welt. "Es geht mir nicht ums Geld", sagte Varda. "Um ehrlich zu sein, haben meine Filme niemals wirklich Geld eingebracht." Nur "Vogelfrei" habe ein wenig Geld verdient, die anderen Filme seien im Verleih mäßig gelaufen. "Aber meine Filme haben überall auf der Welt ein Echo gefunden." Auf der Berlinale lief ihr neuer Film "Varda by Agnès" außer Konkurrenz.

Kritiker waren von ihren Werken sehr angetan

Varda konnte auf eine über 60-jährige Karriere zurückblicken, sie wurde mit Ehrungen und Auszeichnungen überhäuft. Ihr großer Erfolg "Vogelfrei" (Originaltitel: "Sans toit ni loi") erzählte die Geschichte einer Frau, die als Landstreicherin durch Südfrankreich zieht und den Kältetod stirbt. Varda galt als Pionierin des Autorenkinos und als "Großmutter der Nouvelle Vague", jener Bewegung, die in den 60er Jahren gegen das herkömmliche Erzählkino Sturm lief. Lange gehörte sie mit ihren Werken, die zwischen Wirklichkeit, Fiktion und Poesie schwanken, zu den eigenwilligen Cineasten unserer Zeit.

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pap/news.de/dpa
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