31.10.2018, 15.30 Uhr

Kinostart: "25 km/h": Lars Eidinger und Bjarne Mädels wilder Ritt durchs Land

Die Brüder Christian (Lars Eidinger, l.) und Georg (Bjarne Mädel) auf der Flucht vor dem wild gewordenen Dauercamper

Die Brüder Christian (Lars Eidinger, l.) und Georg (Bjarne Mädel) auf der Flucht vor dem wild gewordenen Dauercamper "Hantel" (Wotan Wilke Möhring, hinten) Bild: © 2018 Gordon Timpen/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH/Sunny Side Up GmbH/spot on news

Raufen, saufen, Mofafahren, steppen, Sex, Tischtennis, flüchten - mal nackt, mal im Anzug. Dieser Film verlangte den Körpern der Schauspieler einiges ab. Dass die Hauptdarsteller Lars Eidinger (42) und Bjarne Mädel (50) genau das beim Dreh aber genossen haben, sieht man der unterhaltsamen Roadmovie-Komödie "25 km/h", die am heutigen Mittwoch (31. Oktober) in den Kinos startet, in jeder Szene an. Worum es genau geht und was den Film sonst noch so besonders macht...

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Darum geht's

Nach vielen Jahren treffen sich die Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Das Wiedersehen zwischen dem Tischler Georg, der den gemeinsamen Vater bis zuletzt gepflegt hat, und dem polyglotten Top-Manager Christian verläuft nicht gerade herzlich. Doch nach einer durchzechten Nacht beginnt die Annäherung und so beschließen sie, endlich die Deutschland-Tour zu machen, von der sie als Jungs immer geträumt haben.

Bei der Reise mit den uralten Mofas machen sie ihre Kindheitsfantasien wahr, zum Beispiel essen sie sich einmal durch die komplette Karte eines griechischen Restaurants. Sie treffen aber auch auf jede Menge schräge und weniger schräge Zeitgenossen, unter anderem gespielt von Alexandra Maria Lara, Franka Potente, Sandra Hüller, Jella Haase, Jördis Triebel oder Wotan Wilke Möhring...

Was macht den Film besonders?

Allen voran natürlich die beiden Hauptdarsteller, die, so unterschiedlich sie auch sein mögen, trotzdem eine sehr glaubhafte Einheit bilden. Sehenswert wird der Film aber auch durch ungewöhnliche Landschaftsaufnahmen, Filmmusik von The Cure und die beiden alten Töfftöffs, auf denen die Brüder unterwegs sind.

Freud und Leid gleichgeschlechtlicher Geschwister sind ebenfalls gut getroffen und durchaus philosophisch weitergedreht. Außerdem sind auch die Nebenrollen fabelhaft besetzt - besonders witzig sind die Szenen mit Dauercamper "Hantel". Hier kann "Tatort"-Kommissar Wotan Wilke Möhring (51) mal wieder sein komödiantisches Talent beweisen.

Fazit

Der Film liefert zwei wirklich spannende zwischenmenschliche Erkenntnisse. So viel sei schon mal verraten: Zum einen wird zur Abwechslung denjenigen gehörig (aber liebevoll) der Kopf gewaschen, die sich - häufig darüber unzufrieden - mehr als die anderen Geschwister um die Eltern kümmern müssen. Nicht minder spannend ist der Umgang mit einem zwischenmenschlichen Fehler, der viele Jahre zurückliegt. Für einen der berührendsten Momente im Film sorgt entsprechend auch eine Vater-Sohn-Geschichte...

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