08.08.2018, 15.00 Uhr

Eberhoferkrimi: "Sauerkrautkoma": Läuten endlich die Hochzeitsglocken?

Susi (Lisa Maria Potthoff) beim Turteln mit Karl-Heinz

Susi (Lisa Maria Potthoff) beim Turteln mit Karl-Heinz "Fleischi" Fleischmann (Gedeon Burkhard) Bild: 2018 Constantin Film Verleih GmbH / Bernd Schuller/spot on news

"Sauerkrautkoma" ist der fünfte Eberhoferkrimi, der nach der Romanvorlage von Autorin Rita Falk (54, "Kaiserschmarrndrama") am Donnerstag (9. August) in den deutschen Kinos startet. Was man über den Film wissen sollte und ob sich die Kinokarte lohnt, gibt es hier zu lesen.

"Leberkäsjunkie", der siebte Eberhofer-Provinzkrimi, kommt als nächstes Kino - hier gibt's schon mal die Buchvorlage von Rita Falk

Darum geht's in der Krimikomödie

Provinzpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) wird neuen, nervenzerfetzenden Belastungen ausgesetzt: Er wird nach München strafversetzt. Das bedeutet für ihn in eine Wohngemeinschaft mit seinem eigenwilligen Kumpel Rudi Birkenberger (Simon Schwarz) und seiner Widersacherin Thin Lizzy (Nora Waldstätten) als Chefin zu ziehen. Kein Wunder, dass Franz zurück will nach Niederkaltenkirchen. Als eine Frauenleiche im Kofferraum vom Papa (Eisi Gulp) gefunden wird, hat er einen Grund, in die Heimat zurückzukehren...

Dort wartet allerdings eine weitere große Herausforderung auf ihn: Karl-Heinz Fleischmann (Gedeon Burkhard), früher der pickelige "Fleischi" und nun erfolgreicher Geschäftsmann, ist wieder aufgetaucht und macht sich an seine Susi (Lisa Maria Potthoff) ran. Diesmal gibt es wohl keinen Ausweg: Franz ist seiner ewigen On-Off-Freundin den längst überfälligen Heiratsantrag schuldig...

Lustige und herausfordernde Szenen

Privatdetektiv Rudi Birkenberger erlebt im Film sein persönliches Sauerkraut-Drama. Dass das auch bei den Dreharbeiten bei vielen Wiederholungen kein Spaß gewesen sein dürfte, ist klar. Doch als Schauspieler Simon Schwarz (47, "Zerschlag mein Herz") schon alles im Kasten glaubte und "für den anderen Geschmack genüsslich einen Löffel Schokoladenpudding" in den Mund nahm, kam der Aufnahmeleiter: "Wir brauchen euch noch einmal, diesmal eine Totale, in der ihr so richtig esst..." Das sei grauenhaft gewesen, erinnert er sich lachend im Gespräch mit spot on news.

Gemeindeangestellte Susi wartet bekanntermaßen schon ewig auf einen Antrag von Dorfpolizist Franz Eberhofer. Als der dann endlich kommt, steht der Junggesellinnenabschied an. Der Dreh dieser Szene sei die größte Herausforderung für sie gewesen, erinnert sich Schauspielerin Lisa Maria Potthoff (40, "Bier Royal"). "Weil ich in eine extrem klassische Situation mit Strippern und dem ganzen Programm geworfen wurde und ungefähr 60 Komparsinnen exzessiv mitgefeiert haben. Das war sehr lustig, aber schon auch eine Grenzerfahrung."

Besonders aufregend war für Schauspieler Sigi Zimmerschied (64, "Wackersdorf") dagegen der "Maibaum-Stunt". Denn wenn der Maibaum umfällt und auf dem Auto am Dorfplatz landet, "gibt es ja nur einen Versuch". Bei den Dreharbeiten haben viele Kinder und Familien vor Ort zugeschaut. "Das war ein richtiges Happening", freut er sich. Auch auf die jährlichen Dreharbeiten - er spielt Dienststellenleiter Moratschek - freut er sich. "Das ist ein Team, das sich sehr gern mag. Viele haben auch neben dieser Filmreihe etwas miteinander zu tun, durch das Theater oder das Kabarett. Man freut sich das ganze Jahr auf diese Dreharbeiten."

Fazit

Auch in der inzwischen fünften Verfilmung seit 2013 kommen die Fans der Eberhoferkrimis wieder voll auf ihre Kosten. Denn selbst wenn man wohl zugeben muss, dass es ein paar Gags schon mal gab, bekommt der Zuschauer doch in jedem Fall, was er erwartet: deftig bayerische, leidenschaftlich gespielte und liebevoll ausgestattete Krimikomödienkost!

Viele Szenen sind absolut sehenswert, wozu etwa die Auseinandersetzungen zwischen Eberhofer (Bezzel) und seiner neuen Münchner Chefin Thin Lizzy (Waldstätten) gehören - im Buch hat Eberhofer übrigens einen männlichen Chef in München. Doch weil die Rolle der allzu gestrengen Polizeichefin in der "Grießnockerlaffäre" (2017) so gut ankam, wurde sie kurzerhand in den neuen Film integriert. Gute Entscheidung!

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Themen: Film
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