13.01.2015, 08.00 Uhr

Baymax-Special-Week: Disneys Technik-Revolution

Von news.de-Redakteurin Susett Queisert

Die größte Schwierigkeiten für Grafiker war es, Baymax halbtransparent zu er- beziehungsweise beleuchten.

Die größte Schwierigkeiten für Grafiker war es, Baymax halbtransparent zu er- beziehungsweise beleuchten. Bild: Walt Disney Pictures

Bevor Disneys neuester Animationsfilm Baymax - Riesiges Robowabohu entstehen konnte, sahen sich die Entwickler vor einem großen Problem: Wie schaffen wir es, einen aufblasbaren Marshmallow-Mann realistisch aussehen zu lassen, ihn perfekt zu er- und beleuchten, obwohl es sich um ein transparentes Objekt handelt? Die Lösung war simpel, aber aufwendig umzusetzen: Die Entwickler des Walt Disney Animation Sutdios erschufen eine neue Renderingsoftware names Hyperion.

Das neue Schlachtschiff: Hyperion

Hans Driskill, Technical Supervisor für Baymax - Riesiges Robowabohu, erklärte die neue Rendering-Software Hyperion.

Hans Driskill, Technical Supervisor für Baymax - Riesiges Robowabohu, erklärte die neue Rendering-Software Hyperion. Bild: Walt Disney Pictures

Mit dieser neuen Innovation war es nicht nur möglich, Baymax zum Leben zu erwecken, sondern die granze Stadt San Fransokyo mit Licht und Schatten zu erfüllen. Mit der Renderingsoftware ist es möglich, diese komplexen Lichteinfälle effizient zu konzipieren und gleichzeitig die riesige Menge an Daten, die dadurch entstehen, zu verarbeiten.

So wurden für eine kleine Szene, bei der in der Einstellung über die Stadt San Fransokyo (übrigens eine Kombination aus San Francisco und Tokyo) geflogen wird, 83.000 Gebäude, 260.000 Bäume und 100.000 Autos zusammengefügt, um eine lebendig wirkende Stadt zu erschaffen. Und die Mitarbeiter bei Disney hatten sogar die Chance, sich selbst zu kreieren und in die Stadtszenen zu integrieren. Wenn Sie sich also demnächst Baymax im Kino anschauen, seien Sie gewiss, dass die dort im Hintergrund agierenden Menschen durchaus nach einem realen Vorbild erschaffen wurden.

San Fransokyo wurde aus 83.000 Gebäuden, 260.000 Bäumen und 100.000 Autos zusammengefügt.

San Fransokyo wurde aus 83.000 Gebäuden, 260.000 Bäumen und 100.000 Autos zusammengefügt. Bild: Walt Disney Pictures

Feedback ist entscheidend

Vorteilhaft bei der Entwicklung von Hyperion ist auch die Tatsache, dass sowohl die Arbeit an der Grafiksoftware als auch am Film selbst in einem Gebäude stattfand. Dies machte es möglich, Synergien zu nutzen und so sowohl auf die Leute vom Storyboard, der Effekte und der Animation zuzugreifen und in der Zusammenarbeit neue Konzepte zu entwickeln.

Der brillante Teenager Hiro Hamada sieht sich plötzlich in der Rolle des Helden, als eine kriminelle Organisation damit droht, San Fransokyo zu zerstören. Gemeinsam mit seinem Roboter-Freund Baymax stellt er sich den finsteren Kräften entgegen.

Bevor der Animationsfilm endgültig fertig und bereit für die Kinos ist, vergehen Monate, wenn nicht Jahre. So ist es in den Walt Disney Animation Studios auch üblich, den Film vorab im Hauskino den eigenen Mitarbeitern zu zeigen. Seit John Lasseter die Walt Disney Animation Studios übernommen hat, verbesserte sich auch zunehmend dieses Vorab-Screening. Das Feedback, welches die an den einzelnen am Film arbeitenden Mitarbeiter im Anschluss an die Vorführung von ihren Kollegen bekommen, ist so hilfreich, dass sich ganze Szenen und Abläufe, die vormals für die Filmstory angedacht waren, ändern können.

MORGEN: Die Entstehung von San Fransokyo

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News.de-Redakteurin Susett Queisert war einen Tag im Walt Disney Animation Studio in Burbank/CA zu Gast, um sich die Arbeit für den neuen Disney Animationsfilm Baymax anzuschauen. Eine ganze Woche berichtet sie von allem vor und hinter den Kulissen des neuen Disney-Krachers.

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