10.08.2018, 13.50 Uhr

Wegekostenrichtlinie der EU: Droht Deutschland jetzt etwa eine Stau-Maut?

Die EU plant eine Stau-Maut. 

Die EU plant eine Stau-Maut.  Bild: dpa

Im vergangenen Jahr hat Alexander Dobrindt für sein umstrittenes Maut-Projekt grünes Licht von der Europäischen Union bekommen. Die EU-Kommission stellte ihr Verfahren gegen Deutschland im Mai 2017 ein, nachdem der Bundestag das Gesetz nachgebessert hatte. Die Maut soll nach Planungen der Bundesregierung ab 2019 fällig werden. Doch eine neue Stau-Maut könnte diese Pläne zunichte machen.

Stau-Maut und Citymaut wie in London auch für Deutschland?

Um die Umweltbelastung auf europäischen Straßen zu senken, plant das EU-Parlament eine neue Wegekostenrichtlinie, wie "Bild.de" berichtet. Demnach ist ab 2023 statt einer temporären Vignette eine Maut vorgesehen, die nach gefahrenen Kilometern und Schadstoffemission des jeweiligen Autos erhoben wird. Diese soll ab dem 1. Januar 2028 verbindlich sein. Zudem könnte es eine Stau-Maut für größere Ballungszentren wie Berlin oder München geben, die mit der Citymaut in London vergleichbar ist. Dort ist werktags zwischen 7 und 18 Uhr eine Tagesgebühr von umgerechnet 12,50 Euro fällig.

Wegekostenrichtlinie der EU mit Staugebühr muss erst noch beschlossen werden

Grund für die Kostenerhebungen auf den EU-Straßen liegen in den Schadstoffbelastung durch Feinstaub und Stickoxide. Darüber hinaus kosten Lärmminderung und Luftreinhaltung an den Autobahnen jährlich etwa 1,8 Millionen beziehungsweise fünf Millionen Euro, so eine Studie des Bundesverkehrsministeriums. Ob die streckenbezogene Staugebühr tatsächlich kommt, darüber muss das EU-Parlament noch abstimmen.

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kad/kns/news.de/dpa
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